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Krankenzusatzversicherung abschließen: Mit diesen Tipps finden Sie die passendste und günstigste Police

Die gesetzliche Krankenkasse deckt nicht alle Behandlungen ab. Manche Therapien und Anwendungen müssen Patienten selbst zahlen – wenn sie keine Zusatzversicherung abgeschlossen haben.
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Die gesetzliche Krankenkasse deckt nicht alle Behandlungen ab. Manche Therapien und Anwendungen müssen Patienten selbst zahlen – wenn sie keine Zusatzversicherung abgeschlossen haben.

Viele Therapien werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, doch längst nicht alle. Wann sich eine Krankenzusatzversicherung lohnt, erfahren Sie hier.

Chefarztbehandlung, Zweibettzimmer im Krankenhaus, die Sitzung beim Heilpraktiker: Alles Leistungen, die von den meisten gesetzlichen Krankenkassen nicht abgedeckt werden. Der Versicherte muss sie in der Regel aus der eigenen Tasche zahlen. Außer er hat eine entsprechende Krankenzusatzversicherung abgeschlossen. Welche Kosten übernommen werden, hängt vom abgeschlossenen Modell ab. Private Zusatzversicherungen verschiedener Anbieter unterscheiden sich in ihren Leistungen und Tarifen häufig stark voneinander, wie die Verbraucherzentrale informiert. Daher sollten sich Interessenten nicht nur ein Angebot vom Kooperationspartner ihrer Krankenkasse erstellen lassen, sondern zum Vergleich mehrere Offerten von verschiedenen Privatversicherungen einholen, so der Rat der Verbraucherzentrale.

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Ein Überblick über mögliche private Zusatzversicherungen:

  • Krankenhauszusatzversicherung: Wer diese abschließt, kann in Bezug auf Krankenhausaufenthalte den Status von Privatpatienten erlangen. Inklusive sind etwa die Wahl der Klinik, die Behandlung durch den Chefarzt oder ein Ein- oder Zweibettzimmer.
  • Krankenhaustagegeldversicherung: Dieses wird für die Tage ausbezahlt, die der Versicherte stationär in einer Klinik behandelt wird und kann etwa für die Nutzung von Telefon oder TV verwendet werden.
  • Krankentagegeldversicherung: Im Krankheitsfall wird der Lohn oder das Gehalt bis zu sechs Wochen vom Arbeitgeber weiter ausgezahlt, danach übernimmt die gesetzliche Krankenkasse 70 Prozent des Bruttoeinkommens. Mit Abschluss einer Krankentagegeldversicherung kann die Differenz zwischen diesem Krankengeld und dem Nettogehalt ausgeglichen werden.
  • Ambulante Zusatzversicherung: Diese Police übernimmt Kosten, wenn Kassenpatienten ambulant als Privatpatient behandelt werden wollen, informiert die Verbraucherzentrale.
  • Zusatz- und Ergänzungsversicherungen: Hierzu zählt etwa die Zahnzusatzversicherung. Auch Brillengläser und Kontaktlinsen können in Form einer Zuzahlung finanziert werden.
  • Auslandsreisekrankenversicherung

Krankenzusatzversicherung: Angebote vergleichen und Police so früh wie möglich abschließen

Welche Zusatzversicherung Sinn ergibt, ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen. Genaue Prüfung der Angebote lohnt sich, so die Stiftung Warentest. Denn die Tarife würden oft viel weniger leisten, als sie versprechen. Oft werben Versicherer etwa mit hoher Erstattung in Prozent. Vor allem bei Zahnersatz oder Heilpraktiker­leistungen beziehe sich dies aber oft nur auf einen kleinen Teil der Rechnung, so die Stiftung Warentest. Außerdem sollte eine Zusatzversicherung immer möglichst früh abgeschlossen werden – dann, wenn Sie noch ganz gesund sind und keine chronischen Leiden haben. Das gilt Stiftung Warentest zufolge besonders für Kranken­haus­zusatz- und Pflegezusatzversicherungen, die beim Abschluss im Senioren­alter sehr teuer sind.

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So viel kassieren niedergelassene Ärzte

Spitzenreiter beim Umsatz der Ärzte aus dem Honorar von Behandlung und Diagnose gesetzlich Versicherter sind die Labormediziner. Sie erzielten nach den jüngsten Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im ersten Halbjahr 2011 pro Quartal einen Honorarumsatz von rund 230 000 Euro, gefolgt von Nierenspezialisten mit 224 000 Euro. © dpa
Strahlenmediziner, Humangenetiker, Fachärzte für Innere Medizin mit bestimmten Schwerpunkten und Radiologen folgen mit Werten zwischen 199 000 und 93 000 Euro. Kinder- und Jugendpsychiater erzielten 65 000 Euro Umsatz, Augenärzte 60 000, Chirurgen 57 000, Orthopäden 56 000, Hausärzte 52 000 und Gynäkologen 47 000 Euro. © dpa
Laut der jüngsten Erhebung des Statistischen Bundesamtes konnten die Ärzte in Deutschland ihr Einkommen in den letzten Jahren deutlich steigern. Bei den Orthopäden stieg beispielsweise der Wert des jährlichen Reinertrags von 276.000 Euro im Jahr 2007 auf 293.000 Euro im Jahr 2011. Die Allgemeinmediziner konnten ihren jährlichen Reinertrag sogar um 30.000 Euro auf insgesamt 181.000 Euro pro Jahr steigern. © dpa
Auch andere Ärztegruppen verdienten 2011 deutlich mehr als noch vier Jahre zuvor. Allgemein beträgt der Zuwachs zwischen 2007 und 2011 im Schnitt 17 Prozent. Hals-Nasen-Ohren-Ärzte erzielten demnach laut Statistik einen jährlichen Reinertrag von 215.000 Euro, der jährliche Reinertrag der Frauenärzte beträgt 185.000 Euro, bei den Chirurgen sind es sogar 293.000 Euro. Auch die Hautärzte (249.000 Euro) und die Internisten (266.000 Euro) konnten ihr Einkommen steigern. © dpa
Der jährliche Reinertrag pro Praxis beläuft sich laut der Erhebung des Statistischen Bundesamtes auf 234.000 Euro. Im Schnitt lag der Reinertrag jedes Arztes im Jahr 2011 bei durchschnittlich 13.833 Euro im Monat. © dpa
Augenärzte konnten die größten Einkommenszuwächse erzielen: Sie verdienen im Schnitt 19.083 Euro im Monat. Neurologen kommen auf 14.416 Euro im Monat. Spitzenreiter unter den Ärzten sind die Radiologen und Nuklearmediziner mit 25.250 Euro im Monat. © dpa
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für die vertragsärztliche Vergütung stiegen laut Bundesgesundheitsministerium von 33 Milliarden Euro 2010 auf 33,7 Milliarden 2011. © dpa

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