Seltene Leiden

Unglaublich: Diese Krankheiten gibt es wirklich

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An einer seltenen Krankheiten zu leiden, ist für Betroffenen mit Schmerzen und Leidensdruck verbunden.

Über seltene Krankheiten denken wir meist noch seltener nach, weil nur wenige Menschen daran erkranken. Dennoch gibt es rund 8.000 verschiedene davon weltweit.

Eine Krankheit wird dann als selten beschrieben, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen darunter leiden. So die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zwar sind die Krankheiten selten, dennoch gibt es weltweit etwa 8.000 verschiedene Arten davon.

Allein in Deutschland leben schätzungsweise rund vier Millionen Menschen mit einer der seltenen Erkrankungen, in der gesamten EU geht man von 30 Millionen Menschen aus, wie das Bundesgesundheitsministerium erklärt.

Im Überblick finden Sie eine Auswahl an seltenen Krankheiten, die für Betroffene großes Leid bedeuten:

Bloom-Syndrom

Benannt wurde das Bloom-Syndrom nach dem Dermatologen David Bloom. Es handelt sich hierbei um eine genetische Erkrankung, die extrem selten ist. Sie zeichnet sich durch ein erhöhtes Krebsrisiko (Leukämie) aus, denn unter dem Mikroskop weisen die Zellen der Betroffenen ausgebeulte Zellkerne auf. Zudem leiden Betroffene an Lichtempfindlichkeit, Minderwuchs und Infektanfälligkeit.

Häufigkeit: Genaue Zahlen fehlen. Schätzungen zufolge liegt das Erkrankungsrisiko aber bei etwa 1:50.000.

Hartnup-Syndrom

Das Hartnup-Syndrom wird von der Medizin als Stoffwechselerkrankung verstanden. Diese kann sich auf die Haut, die Nieren, die Leber, aber auch das zentrale Nervensystem auswirken. Die Ursache für das Hartnup-Syndrom ist eine Genmutation.

Häufigkeit: Sie wird auf etwa 1:24.000 geschätzt.

Lafora-Krankheit

Hierbei handelt es sich um eine Erbkrankheit: Der Krankheitsverlauf bei Betroffenen der Lafora-Krankheit zeichnen sich durch das Auftreten von Myoklonusepilepsie, Halluzinationen und Demenz aus. Die Krankheit ist eine besonders schweren Form der progressiven Myoklonus-Epilepsie.

Häufigkeit: Die Erkrankung hat hierzulande eine Häufigkeit von 1:1.000.000.

Lesen Sie hier: Warum ein Vitamin-D-Mangel Sie krank macht.

Mallory-Weiss-Syndrom

Ursprünglich wird das Mallory-Weiss-Syndrom nur bei Alkoholikern beschrieben. Es handelt sich um Schleimhauteinrisse im Grenzgebiet zwischen Magen und Speiseröhre. Unter dem Syndrom können jedoch auch andere Patienten leiden, die stark erbrechen müssen. Dies erfordert dann eine Behandlung durch Bluttransfusion oder endoskopische Blutstillung.

Häufigkeit: Etwa 10–15 Prozent der massiven akuten oberen gastrointestinalen Blutungen werden durch ein Mallory-Weiss-Syndrom hervorgerufen.

Rett-Syndrom

Das Rett-Syndrom ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die nur bei Mädchen vorkommt. Der Verlauf der Krankheit zeichnet sich dadurch aus, dass die Mädchen sich zwischen dem sechsten und dem 18. Lebensmonat plötzlich nicht mehr weiterentwickeln - die Entwicklung geht sogar zurück. Diese Rückschritte gehen mit schweren körperlichen und geistigen Behinderungen einher. Die Erkrankung ist aktuell nicht heilbar.

Häufigkeit: Das Rett-Syndrom tritt etwa in einer Häufigkeit von 1:10.000 auf.

Morbus Sandhoff

Morbus Sandhoff ist eine neurodegenerative Stoffwechselstörung. Auch diese Erkrankung führt zu einem Stillstand oder Rückgang der kindlichen Entwicklungen. Fähigkeiten, die bereits erlernt wurden, gehen wieder verloren. Betroffene Kinder leiden zudem unter Hyperakusis, Nystagmus, Strabismus und Krampfanfälle.

Häufigkeit: Einer von 300 Menschen ist Träger einer Mutation, die Sandhoff auslösen kann. Die Häufigkeit der Krankheit selbst liegt zwischen 1:150.000 und 1:250.000.

Auch interessant: Dieser Achtjährige musste sterben - weil die Ärzte die Diagnose zu spät stellten.

sca

Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann.
Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann. © dapd/dpa
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel. © dpa
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken. © dpa
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen. © TKK
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger. © obs /Tempo
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen.
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen. © dpa
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann.
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann. © dpa
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza).
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza). © dpa
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden.
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden. © dpa

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