Umstrittene Aussage von Michael Douglas

Krebs durch Oralsex - was sagen die Ärzte?

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Halskrebs kann viele Ursachen haben.

München - Diese Aussage sorgt derzeit für Wirbel: Hollywood-Star Michael Douglas soll Oralverkehr als Auslöser für seine Krebserkrankung genannt haben. Doch ist das überhaupt möglich?

In einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian soll der Schauspieler gesagt haben, dass sein mittlerweile überstandener Kehlkopfkrebs von Viren verursacht worden sei, die er sich beim Oralverkehr eingefangen hat. Rauchen oder Alkohol seien nicht der Auslöser seines Kehlkopfkrebses gewesen.

Der auf sexuelle Gesundheit und das HI-Virus spezialisierte Arzt Michael Brady sagte der Nachrichtenagentur AP, Oralsex habe bei der Krebserkrankung Douglas' zwar womöglich eine Rolle gespielt. Allerdings sei es schwierig, einen einzigen Verursacher zu bestimmen. Er wies darauf hin, dass Douglas auch Raucher war und in der Vergangenheit viel Alkohol trank. Dies seien zwei der häufigsten Ursachen von Halskrebs, erklärte Brady. Es gebe häufig zahlreiche Faktoren, auch genetische, „die eine Rolle spielen könnten“.

Brady sagte, dass es Hunderte verschiedene Arten von Humanen Papillom-Viren gebe und diese Erreger in den meisten Fällen ungefährlich seien. Menschen sollten sich dadurch nicht verunsichern lassen.

Nach Auskunft des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg wird erst langsam bekannt, dass mehrere Krebsarten durch HPV übertragen werden. „Schätzungen zufolge wird rund ein Drittel der Mund-Rachen-Tumoren durch die Viren ausgelöst“, sagte eine Sprecherin am Montag. Zum Glück sei der so verursachte Krebs deutlich besser behandelbar als bei anderen Ursachen. Schutz könne möglicherweise die Impfung bieten, die auch vor Gebärmutterhalskrebs durch HPV schütze. Das sei aber noch nicht sicher.

AP/dpa

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