Risiko Arbeitsplatz

Verursacht Stress im Job das Krebs?

+
Erhöht Stress im Job das Krebs-Risiko?

Diagnose Krebs ist ein Schock für jeden. Auf der Suche nach Ursachen haben Forscher jetzt untersucht, ob Stress am Arbeitsplatz Brust-, Lungen- oder Prostatakrebs auslösen kann.

Schon lange hält sich unter Patienten und Experten die weit verbreitete Ansicht, dass es einen Zusammenhang zwischen Stress im Job und einer Krebserkrankung geben soll. 

Eine auf bmj.com veröffentlichte Studie widerlegt jetzt diese Meinung. Demnach ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine psychische Belastung am Arbeitsplatz eine Rolle bei der Entstehung von Tumoren spielt.     

Forscher des IPD-Work Konsortiums unter der Leitung des Finnish Institute of Occupational Health und dem University College London haben Daten von über 116.000 Männer und Frauen aus 12 europäischen Studien untersucht. Davon erkrankten rund 5.800 Teilnehmer (5 Prozent) innerhalb von 12 Jahren an Krebs.

Doch weder hohe oder geringe Anforderungen im Berufsleben, noch Arbeitslosigkeit konnten die Wissenschaftler als Risikofaktor ausmachen. Selbst bei Schichtarbeitern konnten die Forscher keinen messbaren Zusammenhang zwischen Stress und einer Krebserkrankung feststellen. Ob sich jemand im Job schlecht oder auch gut fühlt, ist demnach kein Auslöser für Brust-, Lungen- oder Prostatakrebs.

Wer allerdings wegen seiner Arbeit raucht, viel Alkohol trinkt oder sich schlecht ernährt, schadet nachweislich seiner Gesundheit.

ml

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.