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Krebs-Forschung: Ursache für Entstehung von Metastasen entdeckt

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Von: Kilian Bäuml

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Metastasen können sich auch bilden, wenn ein Tumor bereits entfernt wurde. Forschende entdecken eine mögliche Ursache.

Frankfurt – Eine Metastasierung liegt vor, wenn Krebszellen von ihrem Ursprungsort zu anderen Organen wandern und dort einen Tumor bilden.

Metastasen können auch nach der chirurgischen Entfernung des Tumors auftreten. Forscher haben nun jedoch eine mögliche Ursache für die Metastasierung entdeckt.

Krebs-Forschung: Wissenschaftler entdecken mögliche Ursache für Entstehung von Metastasen

Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums an der Medizinischen Fakultät Mannheim haben herausgefunden, warum nach einer Tumorentfernung Metastasen entstehen. Das teilten sie in einer Mitteilung vom 24. Oktober mit.

Illustration einer Krebszelle
Nur bösartige Tumore bilden auch Metastasen. (Symbolbild) © Imago

Sie entdeckten, dass der Primärtumor einen Botenstoff produziert, der das Wachstum von Metastasen hemmt. Sobald der Tumor jedoch entfernt ist, wird der Botenstoff nicht mehr produziert. Dies führt zum Wachstum von Tochtergeschwülsten.

Krebs: Substanz entdeckt, die das Wachstum von Metastasen verhindern soll

Außerdem haben die Forscher eine Substanz namens ANGPLT4 gefunden. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die lokal das Tumorwachstum fördert, sich aber in der Blutbahn in zwei andere Substanzen aufspaltet. Eine dieser Substanzen hemmt das Wachstum von Metastasen.


Diese neue Entdeckung wurde in einer Studie an Mäusen gemacht. Die Forscher möchten diese entdeckte Substanz weiter erforschen, da ihre korrekte Anwendung enorme Vorteile für die Behandlung von Patienten haben könnte.

So unterscheiden sich Metastasen, Tumore und Krebs

Bösartige Tumore sind eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Es ist daher sehr wichtig, auf die ersten Symptome von Krebs zu achten. Je früher der Krebs diagnostiziert wird, desto mehr Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung.

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

(Kilian Bäuml/EDP)

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