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Hautkrebs: Diese Symptome können erste Warnzeichen sein

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Von: Sandra Kathe

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Aufgrund der erhöhten Sonnenbrandgefahr warnen Fachleute derzeit wieder vermehrt vor den Gefahren durch Hautkrebs. Doch Betroffene können Risiken frühzeitig erkennen.

Kassel – Mit über 230.000 neuen Fällen jährlich ist Hautkrebs unter deutschen Patientinnen und Patienten eine der häufigsten Krebserkrankungen überhaupt, bei etwa einem Zehntel der Fälle handelt es sich laut Daten der Krankenkasse AOK um den bösartigen „schwarzen Hautkrebs“, ein sogenanntes Melanom. Und weil auch der übermäßige Aufenthalt in der prallen Sonne das Hautkrebsrisiko vervielfacht, schlagen gerade in den Sommermonaten viele Fachleute Alarm.

Zu den Warnungen, die aktuell laut werden, gehören nicht nur Informationen, wie man sich durch die Vermeidung von Sonnenbränden vor möglichen Zellschäden schützen kann. Zusätzlich gibt es auch zahlreiche Hinweise von Fachleuten, die erklären, wie die beiden Hautkrebsarten, schwarzer und weißer Hautkrebs, entstehen, und wie Betroffene Symptome erkennen und frühzeitig reagieren können.

Hautkrebs-Fälle in Deutschland: Krebsart mit sprunghaftem Fallzahlen-Anstieg

Denn die Statistiken der Krankenkassen zeigen: Die Hautkrebsfälle steigen seit Jahren in allen Regionen Deutschlands weiter an. Laut einer Erhebung der AOK seien 2006 von 100.000 Versicherten noch 16,9 an Melanomen erkrankt – 2019 waren es bereits 20,1. Daraus ergebe sich ein Anstieg um 36 Prozent. Auch die Anzahl der Krankschreibungen mit der Begründung Hautkrebs habe sich von 2003 bis 2019 mehr als verdoppelt.

Im Labor des Instituts für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung (IEGT) der Universitätsmedizin Rostock schaut eine Doktorandin auf einen Monitor, auf dem ein Bild von Melanom-Zellen (schwarzer Hautkrebs) zu sehen ist.
Krebs: Einige Signale unseres Körpers können erste Anzeichen für Krebs sein. (Symbolbild) © Bernd Wüstneck/dpa

Der Unterschied zwischen schwarzem und dem deutlich häufiger auftretenden und einfacher therapierbaren weißen Hautkrebs ist, dass der weiße Hautkrebs als direkte Folge von chronischen Hautschäden durch schädliche UV-Strahlen an exponierten Hautstellen auftritt. Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich auch auf Hautpartien, die nie direkte Sonneneinstrahlung erfahren. Während sich der schwarze Hautkrebs entweder aus bestehenden Leberflecken oder spontan an gesunden Hautstellen entwickeln kann, zeigt sich der weiße Hautkrebs auf sonnenbelasteten Stellen, kann dafür aber nahezu unsichtbar sein oder sich für Laien als harmloser Pigmentfleck tarnen.

Sich selbst und Andere auf Hautkrebs-Symptome untersuchen: Das sind Warnzeichen

Für alle, die sich und Familienmitglieder selbst regelmäßig auf Warnzeichen untersuchen wollen, empfehlen Fachleute die sogenannte ABCDE-Methode. Dabei sucht man seinen Körper nach auffälligen Stellen ab und beobachtet dann mehrere Faktoren, die Indikatoren für eine der beiden Hautkrebsarten sein können. Die Buchstaben stehen dabei für Asymmetrie, Begrenzung (also verwaschene oder gezackte Ränder), Farbe (englisch: Colour), Durchmesser und Erhabenheit (also Flecken, die aus der Haut herausstehen).

Besondere Vorsicht ist also geboten, wenn Flecken:

Bei solchen oder ähnlichen Symptomen sollte man unbedingt schnell zum Arzt gehen, denn Hautkrebs gilt im Regelfall als gut therapierbar – wenn er denn früh genug erkannt wird.

Hautkrebs rechtzeitig erkennen: Alle zwei Jahre kostenlose Untersuchung

Die beste und sicherste Option für Menschen ab 35, um eine mögliche Hautkrebserkrankung frühzeitig zu erkennen und im Fall der Fälle zu behandeln, ist ohnehin das kostenlose Hautkrebs-Screening, das seit 2008 alle zwei Jahre von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. Darin enthalten ist eine ausführliche Untersuchung der gesamten Haut sowie eine umfassende Beratung durch eine Hautärztin oder einen Hautarzt. Einige Krankenkassen übernehmen die Untersuchung auch für junge Menschen unter 35.

Auch Hausärzte mit spezieller Zusatzqualifikation dürfen das Hautkrebs-Screening anbieten, das seit seinen Anfängen wohl schon etliche schwere Hautkrebs-Verläufe verhindern konnte. Auch der Anstieg der Fallzahlen in Deutschland sei zum Teil darauf zurückzuführen, wie das Robert-Koch-Institut in einer Erhebung aufzeigte. Zwischen 2007 und 2015 gab es einen sprunghaften Anstieg von 144.000 auf 224.000 Fälle. (ska)

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