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Krebserregend und viele Schadstoffe: So schlecht sind bestimmte Lebensmittel für die Gesundheit

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Von: Karolin Schäfer

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Ein Mann trägt Mann und steht in einem Supermarkt vor dem Kühlregal mit Fleischprodukten.
Der Verzehr von viel Wurst und rotem Fleisch kann Krebs-Risiko erhöhen. (Symbolfoto) © Manuel Geisser/imago

Viele Lebensmittel, die oft auf dem Teller landen, sind gar nicht so gesund wie sie scheinen. Einige können der Gesundheit sogar schaden.

Kassel – Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse hält den Körper fit und fördert das Wohlbefinden. Doch einige Lebensmittel, die regelmäßig in den Speiseplan integriert werden, sind alles andere als gesund. Ungesunde Gewohnheiten in der Ernährung können sogar chronische Entzündungen auslösen.

Das bedeutet zwar nicht, dass diese gar nicht mehr konsumiert werden sollten. Aber hin und wieder lässt sich auch auf gesunde Alternativen zurückgreifen. Zudem kann die Auseinandersetzung mit Nahrungsmitteln im Alltag das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung fördern.

Schadet der Gesundheit: Zu viel Fleisch und Wurst sind krebserregend

Den Verbraucherzentralen zufolge essen die Menschen in der Bundesrepublik etwa 60 Kilogramm Fleisch pro Kopf im Jahr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, seltener Fleisch und Wurst zu essen. Zwar könne als Teil einer vollwertigen Ernährung „Fleisch die Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen erleichtern.“ Dafür reiche aber auch eine „kleine Menge“ aus.

Empfohlene Fleischmenge pro Woche
Erwachsene mit niedrigem Kalorienbedarf300 Gramm
Erwachsene mit hohem Kalorienbedarf600 Gramm
Quelle: DGE

Ein hoher Verzehr von rotem Fleisch und Wurst könne das Risiko für Darmkrebs erhöhen, informierte die DGE. Bei weißem Fleisch wie Huhn oder Pute würden Studien bislang kein erhöhtes Risiko zeigen. Laut Bundesregierung sollte man auch den Verzehr von gepökeltem und geräuchertem Fleisch reduzieren. Enthaltenes Nitritpökelsalz könne bei hohen Temperaturen mit den Proteinen des Fleisches reagieren. „Dabei entstehen krebserregende Nitrosamine“, hieß es auf der Webseite.

Ernährung: Öko-Test kritisiert vegane Wurst-Aufschnitte

Wer ohnehin auf Fleisch verzichtet, greift im Supermarkt-Regal schon mal auf vegane oder vegetarische Alternativen zurück. Besonders problematisch sind dahingehend einige vegane Aufschnitte in Form von Salami, Schinkenwurst oder Mortadella. Laut Öko-Test seien viele gängige Produkte mit Mineralöl belastet. Zudem würden einige Hersteller mit Verdickungsmittel nachhelfen, die in Verdacht stehen, Entzündungen im Darm auszulösen. Kritisiert wird von dem Verbraucherportal auch die hohe Menge an Salz und Aromazusätzen. Zu viel Salz kann das Risiko für Bluthochdruck erhöhen.

Wenig Nähr- und Ballaststoffe und krebserregend: Fördern Weißmehlprodukte Diabetes?

Getreideprodukte sind wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Dabei sollten Verbraucher:innen in erster Linie auf Vollkornprodukte zurückgreifen, statt auf Weißmehlprodukte. Vollkorn enthält nach Angaben der DGE deutlich mehr Nährstoffe als Weißmehl. Zudem würden die erhaltenen Ballaststoffe das Risiko für Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.

Verarbeitete Weißmehlprodukte hingegen stehen dem Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) zufolge in Verdacht, Diabetes zu begünstigen. Die enthaltenen, einfachen Kohlenhydrate gelangen schnell ins Blut und treiben den Blutzuckerspiegel in die Höhe, wodurch der Körper viel Insulin ausschütten muss. 

Ungesund: Limonaden und Fruchtsäfte enthalten meist viel Zucker

Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört auch ausreichend Flüssigkeit. Die DGE empfiehlt mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag. Die Ausnahme sollten dagegen Limonaden, Cola, Eistee und Fruchtsaftgetränke bilden. Sie enthalten viel Zucker und damit auch viele Kalorien. Kalorienarme Lightgetränke enthalten zudem Süß-, Farb- und Aromastoffe. Das ist nicht nur unvorteilhaft für das Gewicht, sondern auch für die Zähne.

Der Verzehr von Alkohol ist neben der Suchtgefahr nicht nur mit einer hohen Kalorienzufuhr verbunden, sondern auch mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Krebserkrankungen, berichtete die DGE. Übermäßiger Konsum kann zu Lebererkrankungen führen sowie Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel schädigen. „Keine regelmäßig konsumierte Alkoholmenge kann als gesundheitlich unbedenklich bezeichnet werden“, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Bestimmte Lebensmittel schaden der Gesundheit: Fertigsalat oft belastet

Salate gehören für viele zu einer gesunden Ernährung dazu. Dabei sollten Verbraucher:innen am besten nicht auf Fertigsalate in Plastiktüten zurückgreifen, denn diese sind oft mit Keimen und Schimmelsporen belastet. Das ergab eine Untersuchung des Max Rubner-Instituts für Öko-Test im Jahr 2019. „Verzehrfertige Mischsalate“ schnitten mit der Note „ungenügend“ ab.

„Aufgrund der Überschreitung der Warnwerte (...) in einigen verzehrfertigen Mischsalaten und Sprossen ist eine Gesundheitsgefährdung von Verbrauchern nicht auszuschließen“, warnten Forschende des Instituts. Forschende des Julius-Kühn-Instituts (JKI) fanden bereits 2018 in abgepackten Salaten antibiotikaresistente Bakterien. Wer künftig einen Salat zubereiten möchte, sollte die Fertigprodukte entweder zügig aufbrauchen oder ganz darauf verzichten. Bei einem frischen Salatkopf spart man sich sogar die Plastiktüte.

Schädlich für die Gesundheit und krebserregend: Reis mit Arsen belastet

Auch Reis ist häufig mit Schadstoffen wie Arsen belastet, wie die gemeinnützigen Organisation Foodwatch mitteilte. Da Reis meist auf unter Wasser stehenden Feldern angebaut wird, können die Wurzeln das giftige Arsen aufnehmen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gelten vor allem anorganische Arsenverbindungen krebserregend. Vollständig vermeiden ließen sich diese aber nicht.

Da sich Arsen aber vor allem in den Randschichten des Korns anreichert, sei geschälter Reis in der Regel weniger belastetet, informierte Foodwatch. Das bestätigten auch Untersuchungen von Stiftung Warentest und Öko-Test. Auch wenn in Vollkorn bzw. Naturreis mehr Vitamine und Mineralstoffe stecken, sollte Reis nur in Maßen gegessen werden. In jedem Fall empfiehlt sich, die Körner vor dem Verzehr gründlich zu waschen und mit viel Wasser zu kochen. (kas)

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