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Krebs-Risiko durch Kerzen? Was Sie beim Kauf unbedingt beachten sollten

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Von: Kilian Bäuml

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Person brennt Kerze ab
Kerzen sorgen oft für eine gute Atmosphäre. (Symbolbild) © Oscar Carrascosa Martinez/Imago

Die kleinen Flammen von Kerzen schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Manche von ihnen geben aber ungesunde Stoffe in die Luft ab, die Krebs auslösen können.

Frankfurt – Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – und gibt gefährliche Schadstoffe in die Luft ab. Denn so schön und besinnlich sie auch sind: Kerzen entnehmen der Luft durch die Flamme nicht nur Sauerstoff, sondern geben beim Brennen Stoffe wie Feinstaub und Stickoxide in die Luft abgegeben. Das berichtet das Wissensportal Quarks. Die Qualität der Raumluft wird deshalb durch Kerzen verschlechtert. Wenn mehrere Kerzen in geschlossenen Räumen brennen, können sogar die Grenzwerte für Schadstoffe überschritten werden.

Doch nicht nur die Stoffe, die beim Verbrennen der Kerzen abgegeben werden, sondern auch der Inhalt der Kerzen, kann gesundheitsschädlich sein. Mittlerweile bestehen Kerzen häufig gar nicht mehr aus Wachs. Stattdessen werden vermehrt Paraffin-Kerzen angeboten, berichtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Paraffin entsteht als Nebenprodukt bei der Erdölgewinnung. Außer in Kerzen findet man es beispielsweise in Cremes und Kosmetik. Der Stoff ist jedoch umstritten, da er durch seine Gewinnung nicht umweltfreundlich ist, informiert Quarks. Paraffin-Kerzen sind zwar billiger in der Herstellung, enthalten jedoch auch häufig Schadstoffe, die teilweise sogar Krebs begünstigen können.

Gesundheitsgefahr durch Kerzen: Inhaltsstoffe können Krebs begünstigen

Die Paraffin-Kerzen haben oft einen erhöhten Schwefelgehalt, beim Abbrennen entsteht Schwefeldioxid, berichtet BUND. In einer Studie der South Carolina State University konnten Forschende feststellen, dass beim Verbrennen von Paraffin-Kerzen zahlreiche bedenkliche Substanzen, wie Alkane, Alkene, Ketone, Toluol und Benzol entstehen. Zudem wird für die Herstellung häufig Nickel als Katalysator verwendet, anschließend aber herausgefiltert. Dass sich jedoch noch Rückstände in den Kerzen befinden, kann nicht ausgeschlossen werden, berichtet Quarks. Wenn Nickel über die Atemluft aufgenommen wird, wirkt es krebserregend, besonders in der Lunge und weiteren Atemwegen. Frühe Symptome für eine Krebserkrankung der Lunge können beispielsweise Husten und Atemnot sein.

Doch die meisten Schadstoffe befinden sich in Farbe, Lack und Duftstoffen. Dazu zählen:

Diese bedenklichen Inhaltsstoffe können neben den bereits genannten Schadstoffen beim Abbrennen Krebs-Erkrankungen verursachen und zudem das Erbgut im Körper schädigen. Auch haben bestimmte Lebensmittel einen negativen Einfluss auf das Krebs-Risiko.

Inhaltsstoffe in Kerzen als Krebs-Gefahr: Darauf sollte man achten

Um dieses Gesundheitsrisiko zu umgehen, kann man sich beim Kauf am RAL-Gütezeichen orientieren. Produkte mit diesem Kennzeichen dürfen bestimmte Grenzwerte mit ihren Inhaltsstoffen nicht überschreiten, berichtet BUND. Verbraucherinnen und Verbraucher können außerdem klassische Kerzen aus purem Wachs kaufen.

Grundsätzlich gilt jedoch auch für Paraffin-Kerzen: Vom gelegentlichen Abbrennen geht wahrscheinlich keine größere Gefahr für die Gesundheit, beispielsweise Krebs-Erkrankungen, aus, entwarnt Quarks. (kiba)

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