Silikon-Skandal: 30.000 Implantate unter Krebsverdacht

Paris - Rund 30 000 Frauen in Frankreich sollen sich möglicherweise ihre Silikonimplantate herausoperieren lassen, weil diese unter Krebsverdacht stehen.

Das Gesundheitsministerium in Paris denkt nach Angaben

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von Dienstag über eine entsprechende Empfehlung nach. Ein direkter Kausalzusammenhang zwischen den minderwertigen Implantaten eines französischen Unternehmens und den Krebserkrankungen sei noch nicht hergestellt, hieß es im Ministerium.

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Betrachen Sie ihre Brüst im Spiegel: Einseitige Veränderungen in der Form oder Größe, Einziehungen, Vorwölbungen oder Hautveränderungen sind ein Grund, zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt zu gehen. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Wenn Sie die Arme über den Kopf heben, sollten die Brüste ganz natürlich mit nach oben wandern. Achten Sie darauf, ob die Brust sich an einer Stelle verzieht, wenn Sie die Arme heben. Auch das ist ein Grund für einen Kontrolltermin bei der Ärztin oder dem Arzt. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Heben Sie den linken Arm hinter den Kopf und tasten Sie mit der rechten Hand ihre linke Brust ab. Wenn Sie Ihre Brüste zum ersten Mal bewusst abtasten, erschrecken Sie vielleicht, weil Ihnen das äußerlich so glatte Gewebe ziemlich knubbelig vorkommt. Besonders bei jungen Frauen mit sehr ausgeprägtem Drüsengewebe kann das der Fall sein. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Tasten Sie auch den Rand des Brustmuskels in Richtung Achselhöhle und die Achselhöhle ab. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Zum Schluss sollten Sie noch Ihre Brustwarze zusammendrücken und darauf achten, ob sie Flüssigkeit absondert. Wenn Sie irgendeine Veränderung bemerken, die Sie beunruhigt, sollten Sie möglichst bald zur Ärztin oder zum Arzt gehen. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

Die Zeitung „Libération“ von Dienstag berichtete jedoch, die Empfehlung zu einem erneuten chirurgischen Eingriff solle noch in dieser Woche gegeben werden. Acht Fälle von Krebserkrankungen bei Frauen, deren Implantate gerissen waren und sich durch den Körper verbreiteten, haben den Stein ins Rollen gebracht. Die tödliche Krebserkrankung einer 53-Jährigen Ende November, die entsprechende Implantate getragen hatte, wird zur Zeit gerichtlich ermittelt.

Mehr als 2000 Frauen haben seit März 2010 gegen die defekten Implantate vor Gericht geklagt. Das im März 2010 aufgelöste französische Unternehmen, Poly Implant Prothèses (PIP), hatte wegen rückläufiger Umsätze seit mehr als sechs Jahren ein minderwertiges Silikon verwendet, wodurch etwa eine Million Euro pro Jahr eingespart wurden. Die 1991 gegründete Gesellschaft lieferte etwa 100 000 Implantate, hauptsächlich ins Ausland, nach Spanien und Großbritannien. Aus dem Ausland sind noch keine Klagen eingereicht worden.

dpa

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