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Giftige Stoffe in WM-Fanschminke gefunden

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Deutsche Fußballfans jubeln.

Trikot und Schwarz-Rot-Gold im Gesicht sind für leidenschaftliche Fußball-Fans der deutschen Nationalmannschaft ein Must. Doch Vorsicht! Experten warnen vor der Schminke. Sie kann krebserregend sein.

Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sollten beim Schminken in Schwarz-Rot-Gold auf die Herkunft der Farbe achten. "Produkte, auf denen als Herkunftsland China draufsteht, sollten Verbraucher lieber meiden", sagte der Leiter der Referats Lebensmittelüberwachung beim baden-württembergischen Verbraucherschutzministerium, Manfred Edelhäuser. Kontrolleure in Baden-Württemberg hatten zuvor schwarz-rot-goldene Fanschminke getestet - laut Edelhäuser mit "katastrophalen" Ergebnissen.

Alle 14 Stichproben, die die Tester in Läden in Freiburg und Karlsruhe gefunden hatten, hatten die Experten aus verschiedenen Gründen beanstandet. Sie alle hätten demnach eigentlich in der EU nicht verkauft werden dürfen. Vor allem neun Proben, die überwiegend aus China stammten, fielen den Kontrolleuren negativ auf: Darin entdeckten sie den Farbstoff Lackrot mit der offiziellen Bezeichnung "CI 15585". Dieser ist in der EU bereits seit 1993 verboten, weil er unter dem Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Da der verbotene Farbstoff nicht auf den Verpackungen angegeben sei - und bei manchen Produkten die vorgeschriebene Liste mit den Bestandteilen sogar ganz fehle - könnten Verbraucher nicht erkennen, ob ein Schminkstift die Substanz enthalte oder nicht, teilte das Stuttgarter Verbraucherschutzministerium mit. Auffallend sei aber, dass es sich bei den betroffenen Produkten um Aktionsware handele, die überwiegend aus China komme.

Verbotene Farbstoff steht nicht auf der Verpackung

Die genauen Namen von Hersteller und Produkt dürfen die Kontrolleure den Angaben zufolge aus rechtlichen Gründen derzeit nicht nennen. Vorher müssten die Behörden ein umfangreiches Verwaltungsverfahren anstrengen. Das dauere erfahrungsgemäß so lange, dass die Fußball-WM dann schon längst vorbei sei, sagte Edelhäuser.

In den betroffenen Läden zogen die Behörden dem Ministerium zufolge die beanstandeten Schmink-Produkte nun aus dem Verkehr. Hersteller oder Importeure seien informiert. Ihre Aufgabe sei es nun, die mangelhafte Ware vom Markt zu nehmen.

Statt nach günstiger Fanschminke aus Fernost sollten Kunden lieber nach Markenprodukten greifen, riet Kontrolleur Edelhäuser. "Bei Markenprodukten sind wir relativ sicher, dass dort sorgfältig gearbeitet wird", sagte er. Nach aktuell vorliegenden Informationen sei beispielsweise davon auszugehen, dass der Schminkstift, der unter der offiziellen Lizenz des Weltfußballverbands Fifa vertrieben werde, die kosmetikrechtlichen Vorschriften einhalte. Die Kontrollbehörde kündigte an, ihre Tests auf weitere Fan-Schminkprodukte und weitere Nationen-Farben auszudehnen.

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AFP

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