„Der Patientenwunsch zählt“: Kreisklinik stellt Palliativ-Bereich beim Tag der offenen Tür vor

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Ansprechpartner: Das Ärzteteam mit den Palliativmedizinern Dr. Christoph Hüttich, Susanne Gonswa-Neuhaus, Gabriele Schalk und Dr. Joachim Sander stehen für Fragen zur Verfügung.

Seit Mitte des Jahres bietet das Kreiskrankenhaus Frankenberg eine stationäre Versorgung palliativmedizinischer Patienten an. Am Wochenende hatte die Klinik alle Interessierten eingeladen, das Ärzteteam kennenzulernen, sich die Räume anzuschauen und sich über das Konzept zu informieren.

Die Familie um sich haben, das selbst gekochte Lieblingsessen oder auch eine Zigarette genießen – es sind oft kleine Dinge, die schwer und unheilbar kranken Menschen in der letzten Phase ihres Lebens eine Freude machen. „Diese medizinisch und persönlich zu begleiten ist Ziel unserer palliativmedizinischen Arbeit“, sagt die leitende Oberärztin Gabriele Schalk. „Dafür tun wir hier in der Klinik alles im Bereich des Möglichen, um die Lebensqualität der Patienten aufrecht zu erhalten.“

Dies fängt mit speziell ausgestatteten und wohnlich eingerichteten Einzelzimmern an, in denen bei Bedarf auch die Angehörigen mit übernachten können. Weiterhin verfügt der Bereich über einen gemütlichen Aufenthaltsraum mit Küchenzeile, an den direkt ein großzügiger Balkon angrenzt, der einen beachtlichen Ausblick über Frankenberg bietet.

„Wir haben uns bewusst für diesen Standort im Haus entschlossen“ erklärt Oberarzt Dr. Joachim Sander. „Abgeteilt vom normalen Krankenhausbetrieb sollen unsere Patienten hier die Möglichkeit bekommen, sich soweit zu erholen, dass sie nach Hause oder in ihre gewohnte Umgebung zurück entlassen werden können.“ „Denn das ist das primäre Ziel, was wir haben“ betonten die beiden Palliativmediziner auch noch einmal im Rahmen ihres Vortrags, bei dem sie das Palliativ-Konzept an der Kreisklinik erläuterten. „Wir begreifen uns als Baustein zur Unterstützung der häuslichen Versorgung und um Krisensituationen abzufangen.“

Dabei verwiesen sie auch auf die gute Arbeit der bereits bestehenden palliativmedizinischen Angebote im Kreis. „Künftig möchten wir gern mit den bereits bestehenden Initiative zusammenarbeiten.“ Neben dem Vortrag hatten die Besucher auch die Möglichkeit, sich in einem persönlichen Gespräch mit dem Palliativ-Team um Frau Schalk und Dr. Sander auszutauschen – und so auch individuelle Fragen zu stellen und sich beraten zu lassen. „Das ist sicherlich kein leichtes Thema“, sagt Gabriele Schalk. „Für Betroffene, Angehörige oder auch Interessierte war es daher sicherlich gut, sich einmal in dieser Atmosphäre in Ruhe alles anschauen zu können und uns und unser Angebot kennenzulernen.“ (nh)

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