Kein Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen

Das Kreiskrankenhaus Frankenberg zeigt vom 14. bis 18. Juli die Ausstellung „bunt statt blau“ – eine Initiative der DAK-Gesundheit gegen Komasaufen.

Bundesweit landen jedes Jahr mehr als 25.000 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) will mit ihrer Präventions-Kampagne „bunt statt blau“ über die Gefahren von Alkohol aufklären – und veranstaltete im Frühjahr 2014 zum fünften Mal einen bundesweiten Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch, an dem sich mehr als 10.000 Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren beteiligten.

Die Wanderausstellung, die seit August 2013 auf Deutschland-Tour ist, zeigt die 32 besten Plakate des letzten Wettbewerbs. Diese können Interessierte in der Personalcafeteria des Kreisklinikums in Frankenberg besuchen. „Verbote lösen das Problem nicht“, erklärt Sabine Weinreich, Chefin der DAK-Gesundheit in Frankenberg. „Deshalb kommen die Jugendlichen selbst zu Wort.“

„Die Präventionsarbeit liegt unseren Ärzten im Kreiskrankenhaus sehr am Herzen“, ergänzt die Chefärztin der Inneren Medizin, Dr. Elisabeth Pryss. „Denn die Gefahren des Alkoholkonsums werden von den Jugendlichen in der Regel unterschätzt.“ Im schlimmsten Fall könne Alkoholmissbrauch im Wachkoma enden. „Ziel ist es, Jugendliche unter 16 Jahren dazu zu bringen, ganz auf Alkohol zu verzichten und älteren Jugendlichen einen bewussten und selbstbestimmten Umgang damit zu vermitteln.“ Auch in der Öffentlichkeit müsse das Bewusstsein für dieses Thema geschärft werden.

Neben dieser Aktion engagiert sich das Kreiskrankenhaus aber auch im Präventionsprojekt „HaLT“, welches vom Landkreis Waldeck-Frankenberg und dem Diakonischen Werk gemeinsam mit den Krankenhäusern im Kreis initiiert wird. Dies geschieht im Kreiskrankenhaus Frankenberg bereits am Krankenbett. Wenn Jugendliche nach übermäßigem Alkoholkonsum wieder nüchtern und ansprechbar sind, wird Ihnen – nach Einwilligung der Eltern – ein Beratungsgespräch mit speziell geschulten Fachkräften angeboten. Diese sprechen noch vor Ort mit den Betroffenen und versuchen die Ursachen für den Alkoholmissbrauch zu ergründen – um künftige Exzesse zu verhindern und den Jugendlichen einen normalen Umgang mit Alkohol zu vermitteln.

„Unser Engagement in diesem Bereich zeigt, dass es uns sehr wichtig ist, Jugendliche vor den Gefahren des Alkohols zu schützen“, sagt der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Ralf Schulz. „Wir sehen uns dort in der Verantwortung und können – da jugendliche Komatrinker nach einem Rausch oft bei uns landen – diese somit auch gezielter erreichen.“ Die Ausstellung stelle zusätzlich dazu einen wichtigen Baustein in der Präventionsarbeit der Klinik dar.

Die Wanderausstellung wird vom 14. bis 18. Juli jeweils täglich von 9 bis 11 Uhr und von 14 bis 18 Uhr in der Personalcafeteria des Kreiskrankenhauses (1. UG) zu sehen sein. Interessierte Besucherinnen und Besucher aber auch Schulklassen oder Jugendgruppen sind herzlich dazu eingeladen. (nh)

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