5 Kriterien für die Suche nach einem guten Augenarzt

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Mit rund 700.000 Operationen pro Jahr in Deutschland stellt der Austausch einer meist altersbedingten getrübten Augenlinse – auch als „Grauer Star“ bekannt – den häufigsten Eingriff am menschlichen Körper dar.

Generell nehmen Operationen am Auge seit Jahren deutlich zu. Auch immer mehr Brillen- oder Kontaktlinsenträger lassen ihre Fehlsichtigkeit durch eine Augenlaserbehandlung oder eine Linsenoperation beheben, um sich von ihrer oft lästigen Sehhilfe zu befreien. Entsprechend groß ist auch die Zahl an Anbietern.

Dr. Kaweh Schayan-Araghi, Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Augenärzte und medizinischer Leiter der Artemis Augenklinik in Frankfurt, nennt die wichtigsten Kriterien, an denen Interessierte einen guten Augenarzt und Operateur erkennen.

1. Empfehlungen

Steht eine Operation bevor, beginnt meist die Suche nach einem operierenden Augenarzt, der sein Handwerk auch versteht. Hier gibt der Haus-Augenarzt gern Empfehlungen, welcher operativ tätige Augenarzt in der Region angesehen ist. Erfahrungen ehemaliger Patienten leisten darüber hinaus oft eine gute Hilfestellung, sich zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit oder Linsentrübung in die richtigen Hände zu begeben.

„Grundsätzlich lässt die Anzahl der durchgeführten Operationen und die Erfolgsquote auf Güte und Kompetenz des Mediziners schließen. Ein erfahrener Augenchirurg, der etwa 250 Eingriffe im Jahr vornimmt, beherrscht in der Regel sein Handwerk“, erklärt Dr. Schayan-Araghi.

2. Ausstattung

Zudem sollten alle technischen Geräte dem neuesten Stand der Technik entsprechen und ebenso wie die weitere Ausstattung einen hygienisch einwandfreien Eindruck machen. Zwar gestaltet es sich als Laie oft nicht leicht, diese Punkte zu beurteilen, dennoch lohnt sich beim Erstbesuch ein kritischer Blick und es zählt auch hier der berühmte „erste Eindruck“.

3. Zeit

Ein guter Augenarzt nimmt sich außerdem viel Zeit für umfassende Beratung, Eignungstests und geht auf die persönlichen Bedürfnisse des Patienten ein. Er stellt verschiedene Verfahren vor, erläutert Vor- und Nachteile und findet im ausführlichen Gespräch heraus, welche Methode sich im individuellen Fall am besten eignet. „Mutifokallinsen zur Korrektur der Alterssichtigkeit sind aufgrund möglicher Blendeffekte eventuell nicht ideal für Kraftfahrer und Menschen, die viel am PC arbeiten. Für Köche, denen eine Brille ständig beschlagen würde oder Monteure, die oft über Kopf arbeiten, können sie aber ideal sein“, verdeutlicht Dr. Schayan-Araghi.

4. Voruntersuchung

Weiterer wichtiger Anhaltspunkt für Patienten: Sie sollten großen Wert darauf legen, schon bei der Voruntersuchung und nicht erst am OP-Tag von einem Augenarzt untersucht und beraten zu werden und nicht – wie in manchen Laserpraxen – nur von einem Optiker.

5. Gütezeichen

Maximale Sicherheit bei Augenlaseroperationen bietet zudem das sogenannte Lasik-TÜV-Siegel. Ärzte und Kliniken, die dieses Gütezeichen führen, halten festgelegte Behandlungs- und Hygienestandards ein und stehen in puncto Quantität sowie Qualität ihrer Operationen regelmäßig auf dem Prüfstand. „Patienten sollten der Auswahl des richtigen Augenarztes viel Aufmerksamkeit schenken“, schließt Dr. Schayan-Araghi. „Schließlich handelt es sich bei diesen Operationen um einen Eingriff am wohl wichtigsten Sinnesorgan des Menschen.“ (nh)

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