Mehr Licht im Auge

Forscher entwickeln künstliche Hornhaut

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Künstliche Hornhaut soll zu besserem Sehen verhelfen.

Potsdam -  Künstliche Hornhaut könnte mehr Durchblick in kranke Augen bringen. An zwei neuen Implantaten arbeiten derzeit Forscher und Mediziner in Potsdam, Aachen, Halle und Köln.

 „Wir entwickeln zwei unterschiedliche künstliche Hornhäute, eine davon können wir den Patienten als einfachen Transplantat-Ersatz einsetzen, die eine Spenderhornhaut gut vertragen, aber wegen des großen Mangels keine erhalten“, sagt Projektleiter Joachim Storsberg vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam.

Die etablierte Therapie ist die Transplantation natürlicher Cornea. Spenderhornhäute sind allerdings rar. In Deutschland warten 7.000 Menschen auf das helfende Gewebe. Eine künstliche Hornhaut könnte diesen Mangel ausgleichen. Unter dem Namen ArtCornea haben die Forscher ein Implantat entwickelt, das mit dem natürlichen Gewebe im Auge zusammenwachsen könne.

Diese Lebensmittel sind gut fürs Auge!

Möhren sind gut für die Augen. Doch andere Gemüsesorten sind nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen noch viel gesünder für die Augen.
Möhren sind gut für die Augen. Doch andere Gemüsesorten sind nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen noch viel gesünder für die Augen. © AFP
Grünkohl ist besonders gut fürs Auge: Er kann helfen, einer altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) vorzubeugen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Denn im Grünkohl sind reichlich Lutein und Zeaxanthin enthalten. © dpa
Makula
Die Makula, auch gelber Fleck genannt, ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Sie ist nur 1,5 Millimeter groß und hat einen hohen Anteil an Makula-Pigment. Das Makula-Pigment besteht nämlich vor allem aus Lutein und Zeaxanthin. © dpa
Früher war man davon ausgegangen, dass der Makula aus mehr Betakartotin besteht. Hier sehen Sie eine Querschnittsdarstellung einer Netzhauterkrankung (Altersbedingte Makula-Degeneration) © obs/Woche des Sehens/Carl Zeiss
Brokkoli
Brokkoli enthält auch viel Lutein und Zeaxanthin. Lutein und Zeaxanthin sind Abkömmlinge von Beta-Carotin. Deshalb stimmt es durchaus, dass Möhren gut für die Augen sind © dpa
Spinat gehört zu den luteinreichsten Gemüsen: 100 bis 150 Gramm Grünkohl, Spinat oder Brokkoli enthalten 10 Milligramm Lutein. Für Patienten die perfekte Menge. Um das gleiche Ergebnis mit Möhren zu erzielen, müsste eine Person mehr als ein Kilogramm Karotten pro Tag essen.
Spinat gehört zu den luteinreichsten Gemüsen: 100 bis 150 Gramm Grünkohl, Spinat oder Brokkoli enthalten 10 Milligramm Lutein. Für Patienten die perfekte Menge. Um das gleiche Ergebnis mit Möhren zu erzielen, müsste eine Person mehr als ein Kilogramm Karotten pro Tag essen. © AFP
Orangen enthalten auch Lutein. Doch um den Wert zu erreichen, müsste man ungefähr 30 Orangen pro Tag zu sich nehmen.
Orangen enthalten auch Lutein. Doch um den Wert zu erreichen, müsste man ungefähr 30 Orangen pro Tag zu sich nehmen. © AFP
Rucola ist sehr luteinreich.
Rucola ist sehr luteinreich. © dpa
Das Essverhalten ist fürs Auge auch deshalb bedeutend, weil der Körper die Stoffe, die er benötigt, um die Makula immer wieder neu aufzubauen, nicht selbst bilden kann, sondern über die Nahrung zu sich nehmen muss - neben Lutein und Zeaxanthin auch Omega-3-Fettsäuren, welche die Netzhaut schützen.
Das Essverhalten ist fürs Auge auch deshalb bedeutend, weil der Körper die Stoffe, die er benötigt, um die Makula immer wieder neu aufzubauen, nicht selbst bilden kann, sondern über die Nahrung zu sich nehmen muss - neben Lutein und Zeaxanthin auch Omega-3-Fettsäuren, welche die Netzhaut schützen. © AFP
Schlecht für die Augen sind Rauchen und Übergewicht.
Allerdings darf der Einfluss der Ernährung auf die Augengesundheit auch nicht überschätzt werden. Schlecht für die Augen sind Rauchen und Übergewicht. © dpa
Bei intensiver Bildschirmarbeit sind Entspannungsübungen für das Auge sehr wichtig.
Bei intensiver Bildschirmarbeit sind Entspannungsübungen für das Auge sehr wichtig. © picture-alliance/ dpa

Auch bei der zweiten Variante unter dem Namen TexKpro sei es den Wissenschaftlern gelungen, das künstliche Basismaterial biologisch kompatibel zu machen. Diese Variante eigne sich vor allem für die Erstversorgung, etwa wenn die Hornhaut durch chronische Entzündungen, schwere Unfälle sowie Verätzungen oder Verbrennungen zerstört wurde, heißt es.

Beide Implantate setzten die Ärzte bei Kaninchen ein. Die implantierten Prothesen hätten sich über sechs Monate als reizfrei, klar und dicht im Auge verankert erwiesen. Eine Abstoßung habe nicht stattgefunden. Die Tiere hätten die künstlichen Hornhäute gut vertragen. Jetzt sollen die klinischen Tests mit Menschen an der Augenklinik Köln-Merheim starten.

dapd

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