Kurzurlaub Sauna: Entspannt in den kalten Alltag

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Wenn es draußen klirrend kalt ist, sehnt sich manch einer nach einem Sonnenurlaub. Ein bisschen aufheizen und Energie tanken für die verbleibenden Winterwochen - das wäre schön. Doch für viele ist eine Reise in die Wärme noch in weiter Ferne. Dafür gibt es eine Alternative, die ganz nahe liegt: Die Sauna.

"Ein paar Saunagänge können einen ähnlichen Effekt für Körper und Geist haben wie ein Kurzurlaub in der Sonne", meint Rolf Pieper, Bielefelder Sportwissenschaftler und Geschäftsführer des Deutschen Saunabundes. Die Wärme in der Sauna wirke sich auf das Wohlbefinden aus: "Für angespannte Muskeln ist ein Gang in die Sauna Entlastung pur", sagt Pieper. "Die meisten Saunabesucher merken schon nach einem Besuch, dass die Muskeln deutlich lockerer sind als vorher." Wer ein paar Wochen lang regelmäßig sauniere, gehe deutlich entspannter und erholter in den winterlichen Alltag.

Eile hat in der Sauna nichts verloren

"Nicht wenige Menschen leiden unter Winterdepressionen und sind in der kalten Jahreszeit trübe und antriebslos", sagt Pieper. Die Wärme der Sauna oder eines Dampfbades könne die grauen Gedanken vertreiben und nachhaltig Entspannung in den Alltag bringen. Sauna sorge aber nicht nur für psychische, sondern auch für körperliche Erholung - wenn man es denn richtig angehe.

"Zunächst einmal muss man sich unbedingt genug Zeit für einen Saunabesuch nehmen", sagt Pieper. Also: Nicht zwischen zwei Termine quetschen. Denn um den gewünschten Kurzurlaub-Effekt zu erzielen, bringe es überhaupt nichts, die Anwendungen schnell "zu erledigen". Das belaste den Körper eher, als dass es für die gewünschte Entspannung sorge, warnt der Wissenschaftler. Für ein vollständiges Saunabad sollte man mindestens zwei Stunden einplanen. Massagen zwischen oder am Ende der Saunagänge verstärkten die entspannende Wirkung.

Temperaturwechsel reizt das Nervensystem

"Die Aufheizphase in der Sauna dauert acht bis maximal 15 Minuten", sagt Pieper. "An erster Stelle steht aber, dass sich der Saunagänger immer wohlfühlt." Jeder sollte deshalb für sich entscheiden, wie lange er in der Hitze bleiben möchte und es mit dem Schwitzen nicht übertreiben.

In der Sauna steige die Körperkerntemperatur um ein Grad auf zirka 38 Grad an und die Temperatur der Haut um zehn Grad auf etwa 40 Grad. Auf die Aufwärmphase folge die Abkühlung zunächst an der frischen Luft und dann mit kaltem Wasser. "Dieser Wechsel zwischen Wärme und Kälte übt einen starken Reiz auf unser Nervensystem aus und sorgt für die gewünschte Entspannung", sagt Pieper. Nach der Abkühlung sorge dann ein warmes Fußbad für ein rundum wohliges Wärmegefühl. So können die regelmäßigen Saunatage zu einem wirklichen Kurzurlaub werden und die Wartezeit auf den nächsten echten Sommerurlaub verkürzen. (dapd)

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