Atemorgan mit weiterer Funktion

Forscher überrascht! Lunge produziert Blut

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Röntgenbild einer Lunge (Symbolfoto).

Beim Ein - und Ausatmen spielt die Lunge eine zentrale Rolle. Das Organ versorgt den Körper mit Sauerstoff. Nun haben Forscher eine andere Funktion der Lunge entdeckt und sind verblüfft.  

Die Lunge spielt nicht nur als Atemorgan eine wichtige Rolle, sondern auch bei der Blutproduktion. 

Das Organ stellt Blutplättchen (Thrombozyten) her, die bei einer Wunde für die Blutgerinnung sorgen, berichten Forscher der University of California in San Francisco (UCSF) im Fachmagazin Nature. In Lungengefäßen werden demnach pro Stunde zehn Millionen Blutplättchen aus sogenannten Megakaryozyten produziert, wie ein Experiment mit Mäusen zeigte.

Neue Funktion der Lunge

Bei dem Experiment mit Mäusen beobachten die Wissenschaftler zudem, dass in der Lunge auch Stammzellen zu finden sind, die eine Blutproduktion übernehmen können. Bisher wurden diese blutbildenden Stammzellen nur im Knochenmark vermutet. Bei Merkur.de finden Sie das ABC der Laborwerte: Das steckt in unserem Blut.

Menschen sind zwar keine Mäuse, doch die Erkenntnisse sind nach Ansicht der Forscher bedeutsam. "Was wir hier bei Mäusen beobachtet haben, deutet stark darauf hin, dass die Lunge auch bei Menschen eine Schlüsselrolle bei der Blutbildung spielen kann", sagt Mit-Author der Studie Prof. Mark R. Looney in einer Mitteilung der UCSF.

Der Einsatz neuester Technik ermöglichte den Forschern, einzelne Zellen der winzigen Blutgefäße sichtbar zu machen.

Sind Blutzellen nur im Knochenmark zu finden?

Megakaryozyten, die Vorläuferzellen der Thrombozyten, finden sich vor allem im Knochenmark. Dass Megakaryozyten auch in der Lunge vorkommen, ist allerdings schon bekannt. Wissenschaftler hätten, wie bei heilpraxisnet.de zu lesen ist, sogar schon darüber berichtet, dass es in seltenen Fällen bei Menschen zur Blutbildung in der Lunge kommen könnte.

Die neuen Erkenntnisse und Beobachtungen über die Blutbildung in der Lunge seien jedoch nach Ansicht der Forscher auf der Suche nach Therapien oder selbst für eine Lungentransplantation bedeutsam. Weitere Studien müssten nun folgen.

 

Blut - Saft des Lebens

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Ein Tropfen Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser, roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozythen). Vier bis sechs Liter Blut pulsieren ohne Pause durch den Körper eines erwachsenen Menschen. © dpa
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Der österreichische Immunologe Karl Landsteiner stellte 1901 das Blutgruppen ABO-System vor. Er konnte vier klassischen Blutgruppen A, B, AB und 0 benennen. Danach lässt sich heute genau feststellen, ob ein Blutspender wirklich zum Empfänger passt. Der Körper das Blut verträgt. © dpa
Ein Mensch mit der Blutgruppe A hat auf seinen roten Blutkörpern (Erythrozyten-Oberfläche) das Antigen A, während bei Gruppe B das entsprechend Antigen B vorhanden ist. Blutgruppe AB bedeutet beide Antigene. Menschen der Blutgruppe 0 haben weder das A- noch das B-Antigen.
Ein Mensch mit der Blutgruppe A hat auf seinen roten Blutkörpern (Erythrozyten-Oberfläche) das Antigen A, während bei Gruppe B das entsprechend Antigen B vorhanden ist. Blutgruppe AB bedeutet beide Antigene. Menschen der Blutgruppe 0 haben weder das A- noch das B-Antigen. © dpa
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Der sogenannten Rhesusfaktor bestimmt auch ein weiteres Antigen auf den roten Blutkörperchen: das Blut rhesuspositiv also mit Antigen oder rhesusnegativ ohne Antigen. © dpa
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Die Blutgruppen kommen unteschiedlich häufig in Mitteleuropa vor. Gruppe A: 44,5 Prozent, B: 10,5 Prozent. AB: 4,5 Prozent. 0: 40 Prozent. 85 Prozent der europäischen Bevölkerung sind rhesuspositiv, weshalb es einen ständigen Mangel an rhesusnegativem Spenderblut gibt. © dpa
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Als Universalspender gelten Menschen mit der Blutgruppe 0. Ihr Blut kann von allen anderen Gruppen empfangen werden. © dpa
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Universalempfänger sind dem entsprechend Menschen der Gruppe AB, da ihnen zur Not auch Blut der Gruppen A, B und 0 übertragen werden kann. © dpa
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Die roten Blutkörperchen werden im roten Knochenmark gebildet. Sie leben etwa vier Monate und werden dann in der Milz abgebaut. Fließt das Blut an der Lunge vorbei, nehmen sie dort den Sauerstoff auf und bringen ihn zu allen Zellen des Körpers. Das Kohlenstoffdioxid bringen sie wieder zurück zur Lunge. © dpa
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Die weißen Blutkörperchen sind Immunzellen und die Polizei des Körpers. Sie im Knochenmark gebildet. Auch die Blutplättchen entstehen im Knochenmark. Sie sind für die Blutgerinnung verantwortlich.    © dpa
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Blutspenden kann jeder gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 59 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm. Da Blut nicht künstlich erzeugt werden, ist das Blutspenden wichtig. Bei einer Blutspende werden dem Körper 0,5 Liter Blut entnommen. © dpa
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Blutplasma kann im Labor durch Zentrifugieren von Blut gewonnen werden. Es besteht zu 90 Prozent aus Wasser. In der leicht gelblichen Flüssigkeit sind Eiweißstoffe, Hormone, Fette, Zucker, Mineralstoffe und Vitamine gelöst. © dpa

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