Arsen, Mineralöl, Konservierungsstoffe

Mascara im Test: Öko-Test findet giftiges Arsen in zwei Wimperntuschen

Nahaufnahme des linken Auges einer Frau, die Wimperntusche aufträgt (Symbolbild).
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Da Wimperntusche mit der Bindehaut des Auges in Kontakt kommen kann, sollte sie unbedingt frei von Schadstoffen sein (Symbolbild).

Wimperntusche kommt mit der empfindlichen Augen-Partie in Kontakt. Umso wichtiger ist es, dass die Kosmetik frei von bedenklichen Inhaltsstoffen ist. Leider ist das nicht immer der Fall, wie eine Untersuchung von Öko-Test zeigt.

Frankfurt am Main – Mascara ist das beliebteste Kosmetikprodukt in Deutschland, gefolgt von Make-up und Lippenstift. Das zeigt eine Statista-Umfrage aus dem Jahr 2019. Während die erste Wimperntusche vor 100 Jahren auf den Markt kam und aus Kohlestaub und Vaseline bestand, haben sich die Rezepturen seitdem stark verändert. Immer wieder testet das Verbrauchermagazin Öko-Test deshalb Mascara handelsüblicher Marken auf bedenkliche Inhaltsstoffe.* Diesmal fiel die Wahl auf Produkte, die mehr Volumen in die Wimpern zaubern sollen, ohne dabei wasserfest zu sein.

Für fast die Hälfte der getesteten Wimperntuschen sehen die Verbraucherschützer rot. Von 18 Mascaras erhält diesmal eine die Note „mangelhaft“ und sieben die Note „ungenügend“. Der Grund: synthetische Fette auf Erdölbasis (Paraffine), der Konservierungsstoff Propylparaben, der im Verdacht steht, wie ein Hormon zu wirken und Butylhydroxytoluol (BHT), das in Tierstudien die Schilddrüsenfunktion beeinflusst. Außerdem fanden die Tester das Kontaktallergen Formaldehyd und halogenorganische Verbindungen, von denen einige krebserregend sind. Größter Kritikpunkt der Tester bleibt aber das in zwei Mascaras gefundene Arsen, das hochgiftig und krebserregend ist und in der EU grundsätzlich in Kosmetik verboten ist. Allerdings gibt es Ausnahmen für Mengen, die bei der Herstellung „technisch unvermeidbar“ sind. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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