In den USA

Medizin-Sensation: Schweineniere erstmals in Mensch transplantiert

Eine Schweineniere wird in einer OP an einen Menschen angeschlossen.
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Die Schweineniere soll gentechnisch verändert worden sein, um keine Abstoßungsreaktion zu riskieren.

Der Durchbruch in der Transplantationstechnik? Erstmals ist es US-Medizinern gelungen, eine Schweineniere erfolgreich an einem Menschen zu testen.

Manhattan – Das Chirurgen-Team um Dr. Robert Montgomery, Direktor des N.Y.U. Langone Transplantation-Instituts in Manhattan, darf jubeln: Ihnen ist eine Medizin-Sensation geglückt. Tatsächlich haben sie es geschafft, erstmals einem Menschen eine Schweineniere zu transplantieren. Doch es ist nicht so geschehen, wie man es sich klassisch vorstellt.
Das Organ wurde außerhalb des Körpers aufbewahrt und an die Blutgefäße im Oberschenkel einer hirntoten Frau mit Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung angeschlossen. 24vita.de enthüllt hier die ganze Geschichte, was dahinter steckt*.

Das Interessante: Die Schweineniere war genetisch so verändert worden, dass der menschliche Körper es nicht abstößt. Wie die New York Times berichtet, sei die Transplantation gut verlaufen. Demnach soll die Niere sofort ihre Arbeit aufgenommen und angefangen haben, das Blut der Patientin zu reinigen und Urin auszuscheiden. Drei Tage lang sollen die Wissenschaftler seine Funktion überwacht haben. Mit der Folge, dass sogar der abnormale Kreatinin-Wert der Organempfängerin, der oftmals auch als Indikator für eine schlechte Nierenfunktion gilt, nach der Transplantation in den Normalbereich zurückgekehrt sei, erklärt Teamleiter Montgomery.

Und dieser Erfolg kommt zu einem Zeitpunkt, in dem das Thema wichtiger denn je ist. Denn noch immer gibt es hierzulande viel zu wenig Organspenden für Patienten, die sie dringend benötigen. Transplantationen tierischer Organe könnten hier Abhilfe schaffen und ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft sein. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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