Mehr als nur Putzen: Zahnpflege

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Clevere Zahnputzhilfen für lebenslang gesunde Zähne: „Gesund beginnt im Mund – je früher desto besser“ – unter diesem Motto steht der diesjährige Tag der Zahngesundheit (25. September).

Ein Motto, das viele sich aber nicht nur an einem Tag im Jahr zu Herzen nehmen sollten. Denn Studien belegen, dass mit der richtigen Zahnpflege eigene Zähne bis ins hohe Alter gute Dienste leisten. Dabei geht es im Kindesalter vor allem darum, Karies erst gar nicht entstehen zu lassen und bei Erwachsenen, den Kampf gegen Plaque an jeden Zahn und in jedem Zwischenraum anzunehmen.

Ab dem ersten Zahn

Viele Eltern meinen, die Zahnpflege von Milchzähnen sei nicht so wichtig, weil diese ja ohnehin ausfallen. Gesunde Milchzähne aber stellen die Basis für ein gesundes Gebiss im Erwachsenenalter dar. Experten, wie Dr. Jens Thomsen, Prophylaxe-Zahnarzt aus Hamburg, raten deshalb: „Mütter gewöhnen ihre Kinder am besten frühzeitig, also mit dem ersten Zahn, an die richtige, gründliche Zahnpflege. Fast in allen Fällen von Karies bei Erwachsenen handelt es sich um eine alte Karies, die wieder ausbricht. Wer als Kind keine Karies hatte, bekommt sie meist auch später nicht mehr.“ Zur Pflege erster Zähnchen eignen sich beispielsweise Milchzahnputztücher (z. B. von Oral-Prevent) gut. Nach jeder Mahlzeit säubern Eltern, mit einem Tuch um den Finger gewickelt, vorsichtig Zähnchen und Zahnfleisch. Versetzt mit Xylitol als Zahnschutz-Substanz, schützen sie effektiv vor Karies. Auch nach dem Milchzahnwechsel im Schulalter gilt es, Zähneputzen als Ritual in den Tagesablauf zu verankern. Sobald ABC-Schützen Zähneputzen sicher beherrschen, steht zusätzlich die Reinigung von Zahnzwischenräumen auf dem Programm.

Parodontose & Co. beginnen immer in Zahnzwischenräumen

„Zähne und Zahnfleisch verändern sich mit zunehmendem Alter“, führt Dr. Thomsen weiter aus. „Dennoch können wir heute mit Sicherheit sagen, dass richtig gepflegte Zähne nicht einfach aufgrund des Alters ausfallen.“ Eine 30-Jahres-Studie aus Schweden liefert auch den wissenschaftlichen Beweis dafür. Innerhalb von 30 Jahren gründlicher Zahnpflege ging pro Patient weniger als ein Zahn verloren – obwohl die Probanden am Ende der Untersuchung zwischen 50 und 80 Jahre alt waren. Neben Zahnseide gibt es sogenannte Interdentalbürsten. Mit ihren mikrofeinen Borsten dringen sie in fast alle Zwischenräume vor und lassen sich einfacher benutzen als Zahnseide. Ob Interdentalbürste oder Zahnseide, kleine Helfer machen weit weniger Mühe als vermutet und lohnen sich in doppelter Hinsicht. Wer sie konsequent und frühzeitig in die tägliche Zahnpflege integriert, minimiert nicht nur das Risiko von Zahnfleischbluten, schmerzhaften Entzündungen, Mundgeruch und Karies, sondern auch teure Arztrechnungen. (nh)

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