Menschen auf dem Land mit ärztlicher Versorgung unzufrieden

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Hinweisschild auf eine Dorfpraxis: Deutsche, die auf dem Land leben, sind mit der ärztlichen Versorgung in ihrer Gegend oft unzufrieden. Foto: Armin Weigel

Berlin (dpa) - Der Ärztemangel auf dem Land scheint für Patienten bereits heute Realität zu sein - zufrieden jedenfalls sind viele nicht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

Die Landbevölkerung in Deutschland hält die ärztliche Versorgung vielerorts für unzureichend. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Danach sind in Großstädten 60 Prozent der Patienten mit dem Angebot an Arztpraxen vollkommen oder sehr zufrieden, in Städten mit weniger als 5000 Einwohnern beträgt der Anteil hingegen nur 40 Prozent.

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede: Während in Bayern und Niedersachsen 53 Prozent der Befragten mit der ambulanten Versorgung zufrieden sind, liegt die Quote in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt nur bei 33 Prozent.

Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, sich auf Alternativen zur klassischen Arztpraxis einzulassen. Der Umfrage zufolge unterstützen drei Viertel der Deutschen das Konzept, dass Routineaufgaben anstelle von Landärzten auch von Krankenschwestern und -pflegern wahrgenommen werden. Darüber hinaus könne sich jeder Dritte vorstellen, auch per Videogespräch mit einem Arzt zu kommunizieren.

Insgesamt sind drei von vier Menschen in Deutschland mit dem Gesundheitssystem zufrieden. Neun von zehn sehen Reformbedarf. 85 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Krankenkassenbeiträge künftig steigen - 54 Prozent meinen im Gegenzug, dass der Leistungsumfang eingeschränkt werden muss.

Für die Studie im Auftrag der Techniker Krankenkasse hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juni und Juli dieses Jahres bundesweit 2001 Erwachsene befragt.

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