Lebensbedrohliche Folgen

Darum sind Menschenbisse so gefährlich

Berlin - Nach der Beiss-Attacke von WM-Spieler Suarez lacht das Netz über den bissigen Angriff des Uruguayers. Gar nicht so lustig: Menschenbisse gelten als gefährlicher als die vieler Tiere.

Menschenbisse gelten als gefährlicher und mit höheren Infektionsraten verbunden als die vieler Tiere. Hundebisse zum Beispiel infizieren sich viel seltener. Ursache sind potenziell gefährliche Bakterien aus der Mundflora, die übertragen werden können - häufig Streptokokken oder Staphylococcus aureus. Viren wie Hepatitis B und HIV spielen kaum eine Rolle.

Breiten sich die Bakterien im Körper aus, kann das zu Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder Endokarditis - einer Entzündung am Herzen - führen. Ein großer Teil der ärztlich behandelten Menschenbisse sind Liebesbisse bei sexuellen Aktivitäten. Die übrigen stammen fast alle von Schlägereien.

Bekannt sind zudem skurrile Fälle: Menschen ohne Fahrschein oder Ausweis, die nach Ordnungshütern schnappten, eine Oktoberfest-Besucherin, die ihre Zähne in eine vor ihr auf dem Tisch tanzende Männerwade grub. Auch Wut über ein zugeparktes Auto war bereits Anlass, herzhaft zuzubeißen. Zuletzt hatte die Beiß-Attacke von Uruguays Fußball-Star Luis Suarez gegen Italiens Giorgio Chiellini bei der WM für Aufregung gesorgt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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