Mobil mit einem neuen Auto in Ottrau

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Die Mitglieder des Vereins Miteinander - Füreinander stehen buchstäblich in den Startlöchern: Was ihnen bislang fehlte, war ein Auto. Ab sofort sind die Mitglieder mobil.

Und zwar mit dem VR-Mobil. Die VR-Bank HessenLand hat dem Verein das Fahrzeug, einen VW-Fox, gespendet. Der Verein mit Sitz in Ottrau möchte ältere Menschen bei Aufgaben des täglichen Lebens unterstützen. „Die Mobilität bildet dafür die Grundlage“, sagte Werner Braun, Vorstandsmitglied der Bank.

Die Aktion passe gut zur Genossenschaftsbank: „Wir leben von den Menschen in der Region und wollen etwas zurückgeben.“ „Wir wollen Alten- und Nachbarschaftshilfe kombinieren“

Auto alsw praktische Alltagshilfe 

Ursprünglich war im Zuge des Umbaus des ehemaligen Gemeindehauses die Einrichtung einer Tagespflege geplant. „Viele ältere Menschen haben uns jedoch klar gemacht, dass sie nicht betreut werden müssen, sondern dass sie auch ganz praktische Hilfe brauchen“, erklärte Vorsitzender Heinrich Ploch.

Im März gründete sich der Verein, der heute 54 Mitglieder hat. „Wir wollen Alten- und Nachbarschaftshilfe kombinieren“, sagte der Vorsitzende. Sechs Euro netto wird der Verein pro Stunde für die Dienstleistungen erheben.

1000 Infobroschüren haben die Mitglieder in Ottrau und den umliegenden Orten verteilt. Acht Menschen bieten Hilfe an. „Wir helfen in Haus und Garten, fahren Leute zum Arzt oder zu Behörden. Vieles ist vorstellbar, wir richten uns nach den Wünschen der Älteren“, erklärt Ploch.

Der Verein wird Mitglied im Diakonischen Werk Kurhessen-Waldeck und vermittelt pastorale sowie pflegebegleitende Dienste. Ein Seniorentreff im Gemeindehaus hat sich bereits etabliert.

Koordiniert wird das Ganze über eine zentrale Mobilfunknummer. Ein Mitglied verwaltet die Anfragen und vermittelt die Helfer. „Gerade wurde der erste Garten von einem Vereinsmitglied für eine ältere Dame umgegraben“, erzählt Ploch. Der Verein hofft, dass künftig auch die Hemmschwelle niedriger wird, Hilfe anzunehmen.

Telefonberatung im Angebot

Das Angebot richtet sich nicht nur an die Ottrauer: „Wir wollen keine räumlichen Pflöcke eingraben.“, sagt Ploch. Gesucht seien Helfer, aber auch jene, die Hilfe brauchen. Anke Klinke aus Kleinropperhausen wird eine Telefonberatung anbieten: „Ich möchte Kontakte zu Pflegediensten und anderen Einrichtungen herstellen.“ Kontakt: 0 15 20/40 35 39 2 (nh)

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