Frischer Atem auf Abwegen

Strengen Atem nach dem Genuss von Zwiebeln, Knoblauch, Nikotin oder Alkohol kennt wohl jeder. Doch manche Menschen kann man auch abseits vom Konsum derartiger Lebens- und Genussmittel einfach nicht riechen. Mundgeruch lautet dann im Volksmund der allgemeine Befund.

"Schlechter Atem ist nicht nur unangenehm für unser Gegenüber, sondern kann gleichzeitig ein Warnsignal für ernst zu nehmende Krankheiten sein“, erklärt der Zahnarzt Uwe Hildebrand.

Doch Mundgeruch muss nicht sein, schon mit einfachen Mitteln wie dem Halimeter lässt sich beim Zahnarzt bestimmen, ob ein derartiges Leiden besteht und welche Ursache dem zugrunde liegt. Sind die entsprechenden Therapiemaßnahmen dann erst einmal eingeleitet, steht frischem Atem nichts mehr im Weg.

Wohlfühlklima führt zu Wachstum

Die Ursachen von schlechtem Atem liegen zu 90 Prozent im Mund selbst. In den meisten Fällen resultiert er aus mangelnder Hygiene und Zahnproblemen. Zudem stellt das feuchtwarme Milieu den perfekten Lebensraum für Bakterien und andere Mikroorganismen dar, die sich hier schnell vermehren können. Sie zersetzen Essensreste. Dabei können flüchtige Schwefelverbindungen entstehen, die einen unangenehmen Geruch verursachen, welcher mit zunehmender Anzahl der vorhandenen Bakterien steigt.

„Aber auch Mundtrockenheit, also verminderter Speichelfluss, sowie Substanzen und Speisen, die auf Speichel und Schleimhaut wirken, und Tumore in dem Bereich können ein Grund für schlechten Atem sein“, weiß Dr. Hildebrand. „Ist der Mund als Ursache ausgeschlossen, kommen darüber hinaus Verdauungsprobleme in der Speiseröhre oder im Magen infrage.“

Eine Frage der Konzentration

Da viele Patienten sich schämen, den Zahnarzt am eigenen Atem riechen zu lassen, und nur mit der Nase durchgeführte Messungen gelegentlich Fehler aufweisen, entwickelten Wissenschaftler ein Gerät, welches die Konzentration der entstandenen flüchtigen Schwefelverbindungen im Mund misst: das sogenannte Halimeter. Kommt es zur Anwendung, muss der Patient in einen am Gerät angebrachten Strohhalm pusten. Eine Pumpe saugt die Luft auf und innerhalb weniger Sekunden wird die Konzentration ermittelt. Abhängig von der Ursache, kann der behandelnde Zahnarzt dann entsprechende Therapiemaßnahmen einleiten.

Darüber hinaus bietet das Halimeter die Möglichkeit, den Behandlungserfolg regelmäßig zu kontrollieren. Aber auch ein Zungenabstrich sowie Zahnfleischtaschenabstriche können Aufschluss darüber geben, woher der Mundgeruch kommt.

Einmaleins der Zahnpflege

In den meisten Fällen lässt sich Mundgeruch durch verstärkte Pflege beseitigen. Besonderes Augenmerk müssen Betroffene dabei auch auf schwer erreichbare Stellen wie beispielsweise Zahnzwischenräume oder Zahnfleischtaschen legen. Hier reicht die Bürste allein nicht, weshalb der Einsatz von Zahnseide  oder Interdentalbürsten empfehlenswert ist. Ergänzend bieten sich Mundspüllösungen und Zungenschaber an.

Auch gehört ein regelmäßiger Wechsel der Zahnbürste zur hygienischen Mundpflege. „Über das Basispflegeprogramm hinaus sollte zudem einmal oder zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung  durchgeführt werden. Denn hier erreichen Prophylaxe-Experten Stellen, die zu Hause nicht oder nur schwer gereinigt werden können“, ergänzt Dr. Hildebrand. „Zudem hilft die Behandlung im Akutfall gegen Mundgeruch.“ (www.zahnarztpraxis-oppspring.de/nh)

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