Nach Einsatz einer Knieprothese – Neue Schmerztherapie mit Komfort

Prof. Dr. Werner Siebert erklärt Christel Runk, wie der neue Schmerzkatheter funktioniert: Mit der kleinen Flasche in einem Täschchen kann die Patientin das Bett verlassen. Foto: Florian Funck/nh

Eine neue Schmerztherapie nach der Implantation einer Kniegelenkprothese hat diese Pluspunkte für den Patienten:

„Die Patienten sind nach der Operation schneller schmerzfrei, werden nicht durch systemisch wirkende Schmerzmittel belastet und sind rasch unabhängig vom Bett.“

Prof. Dr. Werner Siebert

„Die neue Methode ersetzt die übliche regionale Schmerztherapie mit Nervenkathetern. Die Patienten sind nach der Operation schneller schmerzfrei, werden nicht durch systemisch wirkende Schmerzmittel belastet und sind rasch unabhängig vom Bett. Auch die Wunde heilt besser“, erklärt der Ärztliche Direktor der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel, Prof. Dr. Werner Siebert.

So funktioniert’s

Über einen perforierten Katheter wird ein lokal wirkendes Schmerzmittel direkt in die OP-Wunde eingeleitet. Eine spezielle Technik im Inneren des Katheters garantiert eine gleichmäßige Flüssigkeitsabgabe von fünf Millilitern pro Stunde. Das heißt, postoperative Schmerzen werden so gleich am Entstehungsort unterdrückt. Verbunden ist der Katheter über einen dünnen Schlauch mit einer kleinen Flasche, welche die Patienten in einem Täschchen tragen und dadurch schon sehr früh das Bett verlassen können.

Prof. Siebert: „Die neue Schmerzkatheter-Technik ist der bisherigen Schmerztherapie mit Nervenkathetern haushoch überlegen und zudem für Patienten wesentlich komfortabler.“

Von Dr. Gisela Heimbach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.