Nach grippalem Infekt nicht sofort wieder trainieren

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Abwarten und Tee trinken: Bei einer Erkältung muss sich der Körper erholen. Sport ist daher keine gute Idee. Foto: Ole Spata

München (dpa/tmn) - Bewegung an der frischen Luft beugt einer Erkältung vor. Doch ist der Schnupfen erstmal da, sollte auf Sport verzichtet werden. Im schlimmsten Fall droht sonst eine lebensbedrohliche Entzündung des Herzmuskels.

Nach einem grippalen Infekt sollten sportlich aktive Menschen nicht sofort wieder ins Training einsteigen. Es empfehle sich, erst nach mehreren beschwerdefreien Tagen wieder mit dem Sport zu beginnen, erläutert der Berufsverband Niedergelassener Kardiologen (BNK). Sonst bestehe die Gefahr, dass dadurch eine Herzmuskelentzündung verstärkt werden kann. Diese droht insbesondere, wenn der grippale Infekt nicht richtig auskuriert ist.

Dem BNK zufolge kommt es bei etwa ein bis fünf Prozent aller grippalen Infekte zu einer Entzündung des Herzmuskels, die in der Regel durch Viren verursacht wird. Bei zehn Prozent der plötzlich beim Sport verstorbenen Menschen sei solch eine Infektion festgestellt worden.

Der Ärzteberband empfiehlt allen Menschen, die nach einem grippalen Infekt schon bei leichten körperlichen Belastungen Atemnot bekommen und sich weiterhin matt fühlen, sofort zum Arzt zu gehen. Denn das könnten Hinweise auf eine Entzündung des Herzmuskels sein.

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