Nackenschmerzen können vielfältige Ursachen haben

+
Die Ursache für Nackenschmerzen zu finden, ist oft schwer. Dahinter kann Überlastung etwa durch langes Sitzen am Computer stecken. 

Schmerzt der Nacken, kann das den Alltag ziemlich beeinträchtigen. Zum Glück sind die Schmerzen meist harmlos - nur die Ursache zu finden, ist oft sehr schwer. In manchen Fällen sollten Betroffene aber unbedingt zum Arzt.

Nur kurz den Kopf gedreht oder am Morgen nichts Böses ahnend aufgewacht - und der Nacken schmerzt. Normalerweise muss man sich keine Sorgen machen - Nackenschmerzen sind häufig und meist harmlos.

Fast jeder Dritte zwickt einmal im Jahr der Nacken. Die Beschwerden können sich auf verschiedene Arten äußern: Schmerzt ein bestimmter Bereich, sprechen Mediziner von axialen Schmerzen. Strahlen etwa in den Hinterkopf oder in einen Arm Schmerzen aus, wird dies als radikuläre Schmerzen bezeichnet.

Nackenschmerzen

Eine eindeutige Ursache für Nackenschmerzen zu finden, ist oft nicht möglich. Oft steckt eine schwache Halsmuskulatur und Überlastung, zum Beispiel durch langes Sitzen am Schreibtisch dahinter. Auch der Blick aufs Smartphone schadet der Wirbelsäule. Eine Studie ergab, wie groß die Belastung für den Rücken ist. 

Verschleiß an den Gelenken der Halswirbelsäule kann im Laufe der Jahre die Beweglichkeit einschränken, mit Nackenschmerzen geht das aber nicht unbedingt einher. Eine weitere mögliche Ursache sind Veränderungen an den Bandscheiben oder ein Schleudertrauma etwa nach einem Auffahrunfall. 

Helfen können etwa vom Arzt oder Physiotherapeuten empfohlene Dehnungs- und Kräftigungsübungen, Massagen, Kälte- und Wärmebehandlungen sowie Schmerzmittel. Halten die Beschwerden länger als drei Monate an, gelten sie als chronische Nackenschmerzen. Dabei können auch psychische Belastungen und Stress eine Rolle spielen.

Ernst wird es, wenn zu den Nackenschmerzen zum Beispiel Lähmungserscheinungen, unerklärlicher Gewichtsverlust, Fieber, Schüttelfrost oder Kontrollverlust beim Wasserlassen oder Stuhlgang kommen. In solchen Fällen sollten Betroffene umgehend zum Arzt, rät das Patienteninformationsportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Auch dauerndes Kribbeln, häufig einschlafende Hände oder Beine sowie Balanceprobleme sollte man ärztlich abklären lassen.

Die häufigsten Rücken-Irrtümer

Rückenschmerzen kennt fast jeder, sie haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt. So existieren auch diverse Mythen über den Rücken. Hier die häufigsten Rücken-Irrtümer.
Rückenschmerzen kennt fast jeder, sie haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt. So existieren auch diverse Mythen über den Rücken. Hier die häufigsten Rücken-Irrtümer. © Bayer Health Care
Falsch: Harte Matratzen sind besser: Studien zeigen, dass bei Rückenschmerzen mittelharte Schlafunterlagen besser sind. Auf harten Matratzen verspannt sich der Rücken, was die Beschwerden verstärkt. Die Unterlage muss sich an die natürliche Krümmung der Wirbelsäule anpassen.
Falsch: Harte Matratzen sind besser: Studien zeigen, dass bei Rückenschmerzen mittelharte Schlafunterlagen besser sind. Auf harten Matratzen verspannt sich der Rücken, was die Beschwerden verstärkt. Die Unterlage muss sich an die natürliche Krümmung der Wirbelsäule anpassen. © Bayer Health Care
Die 4 häufigsten Rücken-Irrtümer
Richtig: Beim Matratzenkauf kommt es auf das Körpergewicht an und darauf, ob Sie allein oder zu zweit schlafen. Als Faustregel gilt: Geringes Gewicht – weichere Matratze, größeres Gewicht – härtere Matratze. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. © dpa
Die 4 häufigsten Rücken-Irrtümer
Falsch: Wer schwer hebt, ruiniert sich das Kreuz Schwere Lasten sind nicht automatisch rückenschädlich. Entscheidend ist die richtige Trage- und Hebetechnik. Am Arbeitsplatz können zudem Hilfsmittel wie Tragegurte oder Tischwagen eine gute Unterstützung sein. © dpa
Hocken Rücken Schmerzen
Richtig: rückenschonende Methode zum Anheben ist die Kniebeuge: in die Hocke gehen, den Rücken gerade halten und... © DAK
Bandscheibe Wirbelkörper
...den Gegenstand mit der Muskelkraft aus den Oberschenkeln und dem Gesäß hochstemmen. Die Arme sollten Sie möglichst nah am Körper halten. Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen und Drehungen. © dpa
Die 4 häufigsten Rücken-Irrtümer
Falsch: Wer zu viel sitzt, bekommt automatisch Rückenschmerzen. Richtig: Nur weil jemand viel sitzt bekommt er nicht automatisch Rückenbeschwerden. © dpa
Bandscheibe Wirbelkörper
Schreibtisch-Menschen brauchen lediglich körperlichen Ausgleich und Bewegungspausen, die Sitzposition sollte so oft wie möglich verändert werden. Keilkissen oder ergonomisch geformte Stühle mit beweglicher Rückenlehne unterstützen außerdem den Rücken. Verzichten Sie mal auf das Auto und fahren Sie stattdessen mit dem Fahrrad ins Büro. Oder steigen Sie eine Station früher aus der U-Bahn und gehen Sie die letzten Meter zu Fuß. © DAK
Bandscheibe Wirbelkörper
Falsch: Ein Rücken mit Schmerzen muss geschont werden. © DAK
Die 4 häufigsten Rücken-Irrtümer
Richtig: Bewegung ist die beste Medizin – auch wenn’s im Rücken zieht. Bei einem Bandscheibenvorfall gilt: Je schneller man körperlich wieder aktiv wird, desto besser. Zunächst hilft sanfte Bewegung im Wechsel mit Entspannung. Schon ein kurzer Spaziergang hält den Rücken flexibel. © dpa
Bandscheibe Wirbelkörper
Die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern dienen als Stoßdämpfer. Verrutschen sie, können sie auf die Nerven drücken und Schmerzen auslösen. © DAK

dpa tmn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.