Natürlich ist Doping:

Legale Substanzen zur Leistungssteigerung

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Der Wunsch und Ansporn nach einem Platz auf dem Treppchen bei Wettkämpfen ist so alt wie der Sport selbst.

Das galt schon bei den ersten Olympischen Spielen, die 1896 in Athen ausgetragen wurden. Mehr als 100 Jahre später ist das nicht anders. Profimannschaften wie das Eishockey Team EC Kassel Huskys oder die Halbprofis und Amateure beim Kassel Marathon haben den Wunsch, ganz weit vorne zu landen.

Skandale um gedopte Spieler haben so manche Sportart in der Vergangenheit in Verruf gebracht. Jeder faire Sportsmann wünscht sich, dass nur mit legalen Mitteln um den Sieg gekämpft wird. Welche leistungssteigernden Substanzen verhelfen jeden Sportler bestmöglichen Leistung?

Abseits vom Doping

In den letzten Jahrzehnten machten Dopingskandale Schlagzeilen. Kaum eine Sportart war davon ausgenommen. Für den maximalen Erfolg haben es einige Sportler und Funktionäre sogar in Kauf genommen, schwere Gesundheitsschäden davon zu tragen. Es sind gesundheitsschädliche Nebenwirkungen und die mitunter selbstzerstörerische Eigenbehandlung, die zum Verbot zahlreicher Präparate und zur Aufnahme auf einer Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA führte.

Nicht zwangsläufig muss die Suche nach Substanzen zur Leistungssteigerung in der Illegalität enden. Die Natur bietet zahlreiche Substanzen, die Sportlern einen Vorteil bei sportlichen Veranstaltungen verschaffen. Die Substanzen dienen entweder der Leistungssteigerung oder auch der Stabilisierung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit. Dabei handelt es sich um Stoffe, die mitunter auch auf natürlichem Wege im menschlichen Körper vorkommen. Ohne ein starkes körperliches Training und eine gute psychische Vorbereitung auf die Wettkämpfe wird kein Sportler erfolgreich sein können, auch nicht mit der Einnahme von legalen, leistungssteigernden Substanzen.

Koffein - der Energiekick

Der Absatz von Energy Drinks in Deutschland ist gigantisch. Mehr als 800 Millionen Euro Umsatz verzeichnen die führenden Marken von Energy Drinks in der Bundesrepublik, allem voran der Marktführer Red Bull. Die Wirkung von Koffein ist unbestritten leistungsfördernd. Daher steht dieser Stoff auch auf der Dopingliste. Bis zu einer gewissen Grenze darf dieser in zahlreichen Lebensmitteln vorkommender Stoff jedoch im Blut sein. Erst wenn ein gewisser Grenzwert überschritten ist, gilt es als Doping. Dafür müssten allerdings erhebliche Mengen an Koffein dem Körper zugeführt werden. Erst wer mehr als vier Liter Cola am Tag oder fünf Tassen schwarzen Kaffee trinkt, könnte den Grenzwert erreichen.

Koffein hat eine facettenreiche Wirkung. Der Stoff wirkt antriebsfördernd, verbessert die Stimmung sowie die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit. Für den Leistungssport förderlich ist die verbesserte Fettverbrennung, die zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit in den ersten 10 bis 20 Minuten der körperlichen Tätigkeit führen kann.

Wer mit Koffein seine Leistungsfähigkeit steigern möchte, sollte auf den Genuss von Kaffee oder Cola verzichten. Diverse wissenschaftliche Studien haben belegt, dass die Einnahme von Koffein in Form von Tabletten die größte Wirkung verspricht. Im Profisport sollte dabei stets auf den Grenzwert der Dopingagentur geachtet werden.

Kreatin - der Muskelkick

In den menschlichen Muskeln wird der Stoff Kreatin gebildet. Er hat einen positiven Effekt auf den Muskelaufbau und wirkt leistungsfördernd. Fleischprodukte von Wiesenhof und anderen Fleischerzeugern enthalten natürliches Kreatin. Über die Nahrung können pro Tag maximal vier Gramm auf natürlichen Weg zugeführt werden. Das gilt als Ergänzung zur körpereigenen Produktion.

Leistungssportler können mit Kreatin als Nahrungsergänzungsmitteln den Muskelaufbau bei gleichzeitigem Training fördern. Die Einnahme von bis zu 30 Gramm Kreatin pro Tag ist erlaubt und fällt nicht unter die Dopingregeln. Bei der Einnahme ist jedoch auf die Neben- und Wechselwirkungen zu achten.

Das Abbauprodukt von Kreatin, Kreatinin, wird überwiegend über die Niere ausgeschieden. Bei der Einnahme ist daher auf eine ausreichend hohe Trinkmenge pro Tag zu achten. Wer unter einer diagnostizierten Nierenfunktionsstörung leidet, sollte auf die Einnahme von Kreatin verzichten. Wissenschaftliche Studien über die Folgen für den menschlichen Körper bei einer langfristigen Einnahme und mögliche schädliche Nebenwirkungen sind derzeit nicht bekannt. Nachgewiesen ist jedoch eine Zunahme des Körpergewichts bei der Einnahme. Das ist mit der erhöhten Einlagerung von Wasser in die Muskelzellen verbunden.

Cannabidiol - der Regenerationskick

Seit Jahrhunderten ist Cannabis als Nutzpflanze aufgrund seiner medizinischen Wirkung anerkannt. In den letzten Jahrzehnten geriet die Pflanze jedoch in Verruf. Als Droge ist das Nutzhanf aufgrund seiner psychosomatischen Wirkung in illegalen Kreisen begehrt. Cannabidiol (CBD) hingegen ist auf legalem Wege in Deutschland erhältlich und Bestandteil verschiedener Produkte. Es besteht aus der weiblichen Hanfpflanze, die nicht berauschen wirkt und keine Abhängigkeit erzeugt. Die gesundheitsfördernde Wirkung der Naturprodukte wird hingegen geschätzt.

Im Leistungssport kommen vermehrt CBD Öle zum Einsatz. Das Wirkspektrum dieser Öle ist enorm und wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Unter Sportlern ist CBD auf Grund seiner schmerzlindernden Wirkung geschätzt. Bei Leistungssportlern führt es dazu, dass selbst für chronisch gehaltene Schmerzen aufgrund des intensiven Trainings reduziert werden können oder sogar nicht mehr auftreten.

Zahlreiche positive Wirkungen auf dem menschlichen Körper werden CBD zugeschrieben. Einige von ihnen sind wissenschaftlich bereits belegt. So wirkt CBD Öl bei schweren Erkrankungen wie Krebs. Es hilft von Migräne geplagten Menschen, Kopfschmerzen loszuwerden. Unter der Einnahme von CBD können Anwender besser schlafen, ihre Nervosität in den Griff bekommen und Angstzustände reduzieren.

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