Was Sie tun können

Sie wiegen im Sommer plötzlich mehr? Vielleicht liegt es an dieser Sache

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Im Sommer kann der Blick auf die Waage schon mal für Verwunderung sorgen. Gewichtsschwankungen können einen besonderen Grund haben.

Wer im Sommer zu leichten Gewichtsschwankungen neigt, muss nicht gleich Böses ahnen. Meist steckt etwas völlig Normales dahinter. Was Sie dagegen tun können, hier.

Dem ein oder anderem ist vielleicht schon aufgefallen, dass er im Sommer zu Gewichtsschwankungen neigt. Von einem Tag auf den nächsten sind plötzlich drei Kilo mehr auf den Rippen. Aber woran liegt das? Und was kann man dagegen tun?

Gewichtsschwankungen im Sommer? Das kann dahinter stecken

Im Sommer kann die Hitze dem Körper so zu schaffen machen, dass sich Wassereinlagerungen bilden. Das bedeutet, das Wasser aus dem Lymph- und Blutsystem austritt und sich an anderer Stelle im Körper sammelt. Zudem verlieren die Venen an Elastizität, wodurch ebenfalls Wasser ins unmittelbare Gewebe austritt. Wer sowieso schon zu Wassereinlagerungen neigt, hat im Sommer vermutlich noch mehr damit zu kämpfen. Die Einlagerungen bilden sich dabei meist an Armen und Beinen, es kann aber auch das Gesicht betreffen.

Allerdings muss man sich wegen der geringen Gewichtsschwankungen in der Regel keine Sorgen machen: "Gewichtsschwankungen von zwei bis drei Kilogramm innerhalb weniger Tage oder Wochen sind völlig normal", sagt Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner aus Hamburg, der Apotheken Umschau.

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Was kann ich gegen Wassereinlagerungen tun?

Um Wassereinlagerungen in den Sommermonaten - oder generell im ganzen Jahr - vorzubeugen, helfen oft schon einfache Maßnahmen. Reduzieren Sie zum Beispiel den Konsum von Zucker und Salz, denn diese binden das Wasser im Körper.

Obendrein sollten Sie - auch wenn es sich erst einmal kontraproduktiv anhört - mehr Wasser trinken. Der Körper bildet Wassereinlagerungen, wenn es ihm an Wasser mangelt, das er dringend für sämtliche Prozesse benötigt.

Wassereinlagerungen können Sie zudem mit viel Bewegung entgegenwirken: Versuchen Sie so viel wie möglich davon in Ihren Arbeitsalltag zu integrieren, indem Sie Fahrrad fahren, Treppen steigen oder zu Fuß Strecken zurücklegen. Auch Schwimmen hilft dabei, Wassereinlagerungen zu reduzieren. Wer in seinem Beruf viel sitzen muss, kann zwischendrin die Füße kreisen lassen, um ein bisschen Bewegung reinzubringen.

Aber beachten Sie: Gewichtsschwankungen im geringen Maß sind normal. "Bewegt sich ihr Gewicht aber längerfristig über dieses Maß hinaus, sollten Sie einen Arzt aufsuchen", sagt Riedl. Besonders bei Gewichtszunahmen oder Gewichtsverlusten, die Sie sich nicht erklären können, stecken vielleicht Krankheiten wie Diabetes bzw. Schilddrüsen- oder Herzprobleme dahinter.

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Immer wieder warnen Experten davor, im Sommer zu wenig Wasser zu sich zu nehmen. Die unangenehme Folge: Dehydrierung. Daher empfiehlt es sich, bei Temperaturen von mehr als 35 Grand nicht erst dann zu trinken, wenn man durstig ist. Schließlich verliert der Körper auch über den Schweiß sehr viel Flüssigkeit. Aber auch Mineralstoffe, welche Sie über Obst und Gemüse wie Erdbeeren, Gurken oder Melone wieder aufnehmen können.
Immer wieder warnen Experten davor, im Sommer zu wenig Wasser zu sich zu nehmen. Die unangenehme Folge: Dehydrierung. Daher empfiehlt es sich, bei Temperaturen von mehr als 35 Grand nicht erst dann zu trinken, wenn man durstig ist. Schließlich verliert der Körper auch über den Schweiß sehr viel Flüssigkeit. Aber auch Mineralstoffe, welche Sie über Obst und Gemüse wie Erdbeeren, Gurken oder Melone wieder aufnehmen können. © dpa/ Oliver Berg
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Sie lieben scharfes Essen? Dann greifen Sie beherzt im Sommer weiter zu Chili, Pfeffer & Co. Zwar sind die Gewürze dafür bekannt, dass das darin enthaltene Capsaicin den Stoffwechsel anregt, dennoch kann es sogar dem Körper dabei helfen, abzukühlen. Beim Konsum wird dem Gehirn signalisiert, dass sich eine Hitzequelle (zum Beispiel die Schote) im Mund befindet. Daraufhin bringt es den Körper dazu, eine Kühlreaktion auszulösen. © dpa / Science/Linda Perry
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Sie sitzen im Biergarten und bestellen sich ein kühles Bier? Dann sollte es besser die promillefreie Variante sein. Schließlich ist aus Studien bekannt, dass Alkohol stark dehydriert. -Aus diesem Grund rät die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), bei Hitze auf Alkohol besser zu verzichten. © dpa / Sina Schuldt
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Currywurst mit Pommes oder der Schweinebraten im Biergarten? Greifen Sie bei Hitze besser zu leichterer Kost wie einem leckeren Sommersalat mit Putenstreifen oder Feta. Schließlich kostet den Körper die Verdauung von fettreichem Essen sehr viel Energie. Die braucht er aber, um seine Temperatur zu regeln und einer Überhitzung vorzubeugen. Wer gerne grillt, packt lieber mehr Gemüse auf den Rost - oder wie wäre es mit Fisch? © dpa / Daniel Bockwoldt
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Wussten Sie, dass heiße Getränke wie Kaffee und Tee den Körper an heißen Tagen sogar abkühlt? Das haben jetzt Studien gezeigt. Doch der Effekt stellt sich nur bei regelmäßigen Kaffee-Trinkern ein. Wer Koffein dagegen nicht gewöhnt ist, wird auch die Effekte stärker zu spüren bekommen - inklusive Hitzewallungen, innerer Unruhe und Schlaflosigkeit. © dpa / Friso Gentsch
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Zu viel Salz ist ungesund, das weiß jedes Kind. Doch zu wenig kann ebenfalls problematisch sein - besonders bei Hitze. Wenn es heiß ist, schwitzen wir schließlich automatisch mehr. Dabei gehen wertvolle Flüssigkeit sowie Mineralstoffe und Salze verloren. Wer zudem mehr Wasser trinkt, muss seinen Salz-Haushalt wieder ausgleichen, indem er ebenfalls mehr davon zu sich nimmt. Ansonsten drohen Kreislaufprobleme. © dpa / Karl-Josef Hildenbrand
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Wenn es sehr heiß ist, ist der Durst zwar groß, aber der Hunger bleibt dagegen oftmals aus. Wir essen automatisch weniger. Dennoch sollten Sie morgens darauf achten, ein gesundes Frühstück mit Kohlenhydraten zu sich zu nehmen. Müsli mit Haferflocken oder Vollkornbrot hält den Blutzuckerspiegel stabil und Sie können sich über den Tag besser konzentrieren. Beides leidet oftmals bei hohen Temperaturen. © dpa / Ole Spata

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