Neues Verfahren bei Schlaganfall entdeckt 

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Mehr als 250.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. An den Folgen stirbt etwa jeder Dritte innerhalb des ersten Jahres.

Nach einem Schlaganfall können Medikamente derzeit Flüssigkeitsansammlungen im Gehirn nicht bessern. Den Grund dafür haben Forscher der Universität Würzburg entdeckt.

Zudem fanden sie eine Möglichkeit, solche Ödeme wirksam zu bekämpfen.

Mehr als 250.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. An den Folgen stirbt etwa jeder Dritte innerhalb des ersten Jahres. Die Therapie ist aus verschiedenen Gründen schwierig: Der Verschluss einer Hirnarterie zerstört zum einen die weniger durchbluteten Nervenzellen. Zudem tritt Flüssigkeit aus den Gefäßen aus. Dieses Ödem lässt das Gewebe anschwellen und bedroht auch die umliegenden gesunden Hirnareale.

Bei Hirntumoren oder einem Multiple-Sklerose-Schub lassen sich Ödeme mit Glukocortikoiden wie etwa Kortison behandeln. Forscher der Uniklinik Würzburg berichten im Fachblatt “Stroke“, warum diese Medikamente beim Schlaganfall versagen: Durch den Sauerstoffmangel werden die Glukocortikoid-Rezeptoren, über die diese Medikamente ihre Wirkung entfalten, sehr stark abgebaut. Daher sprechen die Zellen auf die Therapie nicht mehr an.

Hinter dem Abbau der Rezeptoren stecken mehrere Enzyme. Wie die Forscher an Mäusen nachwiesen, kann eine frühe Blockade dieser Enzyme die Empfänglichkeit der Zellen für Glukocortikoide wieder herstellen.

dapd/ Quelle: “Stroke“

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