Nicht allein unterwegs: Joggen mit Kinderwagen

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Wer mit Kinderwagen joggt, sollte den Wagen seitlich versetzt mit einer Hand schieben und regelmäßig die Seite wechseln. Foto: Horst Ossinger

Für viele Fitnesstreibende ist die tägliche Joggingrunde eine wichtige Lebensgewohnheit. Doch was wird daraus, wenn das erste Kind da ist und kaum Zeit für Sport bleibt? Ganz einfach: Es kommt im Kinderwagen mit.

Saarbrücken (dpa-infocom) - Laufen tut gut und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. "Und dem Laufen mit Kind und Kinderwagen steht generell nichts im Wege", erklärt Sabine Kind, Fitness- und Gesundheitsexpertin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie.

Damit Kind und Läufer lange Spaß am Laufen haben, sollten jedoch ein paar Dinge beachtet werden. Am wichtigsten ist dabei das Wohl des Kindes. "Da die Wirbelsäule und Muskulatur von Säuglingen noch nicht vollständig ausgebildet ist, sollte man den Kinderarzt fragen, ab wann das Baby mit auf die Strecke darf", so Sabine Kind.

Läufer und auch Kind sollten atmungsaktive und bequeme Kleidung tragen und je nach Strecke und Jahreszeit auch einen Kopf-, Sonnen- und Regenschutz. Genügend Flüssigkeit und ein kindgerechter Snack für unterwegs sind ebenso sinnvoll. Das Kind muss auf alle Fälle mit einem 5-Punkt-Sicherheitsgurt angeschnallt werden. Zur Sicherheit wird der Wagen mit einem Handgelenkband an der Hand befestigt.

"Der Läufer sollte verstärkt auf seine Haltung achten, da der natürliche Einsatz der Arme fehlt" rät die Fitness- und Gesundheitsexperten. Sinnvoll ist es, den Wagen seitlich versetzt zu schieben (einhändig), so ist der Wagen nicht im Weg und zumindest ein Arm kann mit bewegt werden. Der Haltearm sollte auf der Strecke regelmäßig gewechselt werden, um einseitigen Belastungen vorzubeugen. "Insbesondere nach einer längeren Laufpause wird am besten langsam und mit kurzen Strecken begonnen. Der Wagen ist durch Gewicht und Rollwiderstand anfangs eine ungewohnte Belastung", sagt Kind. Der Widerstand des Wagens kann jedoch auch gezielt genutzt werden, hierfür sind Bergläufe aber auch kleine Intervalleinheiten ideal.

Nach dem Laufen entsprechende Dehn- und Lockerungsübungen für Arme und Oberkörper, z. B. Schulterkreisen, nicht vergessen. Zu guter Letzt stehen die Freude am Laufen und die Zeit, die man mit seinem Kind verbringt, im Vordergrund.

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