Notfallmappe als 1. Hilfe

Der Seniorenbeirat Homberg hat eine neue Notfallmappe herausgegeben. Auf 21 Seiten sind dort alle Informationen zusammengetragen worden, die im Ernstfall wichtig sein könnten.

Der Vorsitzende des Homberger Seniorenbeirats, Heinz Engelhardt, überreichte Bürgermeister Martin Wagner ein erstes Exemplar. Der Seniorenbeauftragte der Stadt, Uwe Dittmar, hat ebenfalls an der Neuauflage mitgearbeitet.

"Visitenkärtchen" für das Portemonnaie

Zusätzlich ist der Notfallmappe ein Kärtchen beigefügt, das man im Portemonnaie mit sich führen kann, damit der Notarzt im Notfall weiß, welche Person er verständigen soll und ob eine Patienten- und Betreuungsverfügung mit Vollmacht hinterlegt worden ist. Außerdem kann man auf dem Kärtchen seine Blutgruppe eintragen. Auch eine Diabetes-Erkrankung kann dort vermerkt werden. Das alles soll dem Rettungsdienst bei der Ersteinschätzung der gesundheitlichen Lage der Person helfen.

In der Notfallmappe gibt es gleich am Anfang das Formular „Für den Notfall“, in das man den Namen seines Hausarztes sowie anderer behandelnder Ärzte, den Namen und die Rufnummer des Pflegedienstes sowie die eines Bevollmächtigten eintragen kann.

Empfohlen wird, das Blatt „Für den Notfall“ aus der Mappe zu nehmen und es ans Telefon oder an einen anderen gut sichtbaren Platz im Eingangsbereich der Wohnung zu legen.

In die Formulare können außerdem weitere persönliche Daten und Informationen eingetragen werden, zum Beispiel welche Notfallausweise man besitzt sowie Daten über den eigenen Gesundheitszustand (Medizinische Daten).

Einen wichtigen Teil bildet der Bereich über die Vorsorgevollmacht sowie die Verfügungen. Mit dem neuen Betreuungsgesetz muss der Willen des Patienten berücksichtigt werden, wenn er in einer Patientenverfügung niedergeschrieben wurde.

In der Notfallmappe werden jetzt außerdem Formulare des Bundesjustizministeriums über Vollmachten und Vermögenssorge und über eine Betreuungsverfügung geboten.

Wo erhalte ich die Notfallmappe?

Die neue Notfallmappe ist ab sofort im Rathaus in der Information während der Öffnungszeiten des Rathauses erhältlich. Es wird eine Schutzgebühr von zwei Euro erhoben. (hro)

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