Ohne Sonnenschutz geht nichts

Die Ozonschicht über dem Südpol ist in diesem Frühjahr so dünn wie nie zuvor. Der dreiatomige Sauerstoff, der auf der Erde in hohen Konzentrationen im Sommer gesundheitsgefährdend wirken kann, dünnt in der Atmosphäre aus.

Eine wachsende Zahl von Hautkrebserkrankungen wird weltweit die Folge sein. Grund: mehr hautschädliches ultraviolettes Licht auf unseren Körper trifft.

„Nach dem langen Winter ist die Haut extrem ungeschützt“, sagt der Hautarzt Dr. Thomas Meyer. Wer sich zehn Minuten ungeschützt in der Sonne aufhalte, müsse mit einer Hautrötung rechnen. Deshalb gilt: Ab der ersten Minute Gesicht, Arme und alle unbedeckten Hautbereiche mit einem Sonnenschutzmittel einreiben. Anfangen sollte man, so Dr. Meyer, mit einem Lichtschutzfaktor 25, später, wenn die Haut sich besser an die Sonne gewöhnt hat, reicht Faktor 15. Ein Sonnenbrand, also eine Entzündung der Haut, müsse vermieden werden.

Im Frühling ist die Haut schwächer pigmentiert, und die Lichtschwiele, die schützende Verdickung der Hornhaut, weniger ausgebildet. Jeder übermäßige UV-Kontakt verursacht Schäden an der Erbsubstanz. Die könnten mit zeitlicher Verzögerung zu Karzinomen führen. So habe sich die Rate des weißen Hautkrebses innerhalb der vergangenen 20 Jahre verdoppelt.

Zu den UV-bedingten Karzinomen gehören die Basaliome. Anders als Melanome bilden sie keine Metastasen. Sicher erkannt werden sie vom Facharzt. Der kann ein Basaliom operativ oder mit Salben entfernen. Als schonend gilt die Photodynamische Therapie (PDT) bei noch nicht tief eingedrungenen Basaliomen.

Hintergrund

UV-Index dreimal wöchentlich

Wie hoch der Gefährdungsgrad durch die UV-Strahlung an einem Tag ist, darüber gibt der UV-Index (UVI) Auskunft. Dieses Maß ist international festgelegt und gibt die höchste sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke an, die von der Sonne während des Tages hervorgerufen wird. Die Werte werden vom Bundesamt für Strahlenschutz und dem Deutschen Wetterdienst von April bis September montags, mittwochs und freitags herausgegeben. Am Äquator beträgt der UVI bei unbedeckten Himmel 12. In Deutschland werden Werte bis 8. Ein Wert von 0 bis 2 erfordert keine Schutzmaßnahmen. 3 bis 5 sind Schutzmaßnahmen nötig. 6 bis 7 ist hoch und 8 und mehr sind sehr hoch. Werte abrufbar unter www.bfs.de

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