Ohrringe raus bei dieser Kälte

Berlin - Bei der eisigen Kälte sind sind besonders die Ohren als exponierte Körperteile gefährdet. Schmuck sollten Menschen bei den aktuellen Temperaturen entfernen.

“Die dünne Haut der Ohren, ohne schützendes Muskelgewebe, kühlt sehr schnell aus. Die Ohren sollten daher stets durch eine Mütze, ein Stirnband oder Ohrenschützer bedeckt sein“, empfiehlt Matthias Lohaus vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Ohrringe und Gesichtspiercings sollten bei längeren Aufenthalten draußen herausgenommen werden.

“Das Metall nimmt rasch die niedrige Umgebungstemperatur an und kann die berührten Hautstellen besonders schnell auskühlen“, erklärt Lohaus. Durch die Kälte werde die Haut unempfindlicher, Schmerzen würden weniger wahrgenommen, so dass die Auskühlung oft erst spät bemerkt werde.

Tipps für kalte Tage

Tipps für kalte Tage
Reichlich Wasser trinken gilt im Winter genauso wie in den heißen Sommermonaten. Der Kreislauf braucht bei tiefen Temperaturen genauso viel Flüssigkeit wie bei höheren Temperaturen. © dpa
Tipps für kalte Tage
Kaffee wärmt zwar für kurze Zeit, verschlechtert aber auf lange Sicht die Durchblutung. Die Folge: man friert weiter. © dpa
Tipps für kalte Tage
Schnaps soll angeblich gegen die klirrende Kälte helfen - ein Irrglaube. Alkohol ist bei Minus-Temperaturen sogar gefährlich, weil er die Blutgefäße weitet. Wer getrunken hat, merkt oft nicht, dass der Körper auskühlt. © dpa
Tipps für kalte Tage
Mal abgesehen von den vielen giftigen Stoffen in Zigaretten, verengt das Rauchen auch die  Blutgefäße und lässt die Hauttemperatur sinken. Raucher frieren also schneller. © dpa
Tipps für kalte Tage
Rohkost ist gesund - in der kalten Jahreszeit kühlt sie den Körper allerdings aus. Wer es warm haben will, greift lieber zu Suppen und Eintöpfen . © dpa
Tipps für kalte Tage
Wichtig für die Körperwärme von innen ist Vitamin E. Es ist zum Beispiel in Vollkornprodukten, Nüssen, Weizen- und Maiskeimöl enthalten. Auch heiße Schokolade hilft. © dpa
Tipps für kalte Tage
Warm einpacken hilft Menschen zwar gegen die Kälte, Hunde sollten aber nur dann Kleidung tragen, wenn sie entweder sehr klein oder krank sind. © dpa
Tipps für kalte Tage
Kaum Sorgen müssen sich Katzenliebhaber um ihre Vierbeiner in den kalten Monaten machen: Die Tiere wissen genau, wie viel Kälte sie vertragen. © dpa
Tipps für kalte Tage
Kinder spielen in der kalten Jahreszeit gerne im Schnee. Da sie oft jedoch nicht merken, dass sie auskühlen, sollten die Eltern darauf achten, dass ihre Sprösslinge nicht zu lange draußen bleiben. © dpa
Tipps für kalte Tage
Frische Luft ist für Kleinkinder gesund - auch bei Minustemperaturen. Wenn die Kinder über vier Wochen alt sind, steht einem ausgedehnten Spaziergang nichts im Wege. Allerdings sollte man das Kind warm anziehen und das Gesicht mit einer Wetterschutzcreme einfetten. © dpa
Tipps für kalte Tage
Wer auch bei sibirischen Temperaturen Schmuck tragen will, sollte wissen, dass Metall bei Minustemperaturen an der Haut festfrieren kann. Also lieber auch mal ohne Ohrringe auf die Straße gehen. © dpa

Ist es zu einem leichten Kälteschaden der Ohren gekommen, gilt es, die hellrötlich bis weiß-grau erscheinenden Ohren behutsam wieder aufzuwärmen. “Behutsam heißt, dass man Erfrierungen - genau wie Verbrennungen - nicht mit Extremen begegnen sollte. Eine warme Umgebung und warme Hände sind geeignet, von heißem Wasser sowie heißen Kirsch- oder Traubenkernkissen ist hingegen abzuraten. Bei stärkeren Erfrierungen mit bläulichen bis hin zu schwarzen Hautstellen und möglicher Blasenbildung müssen Betroffene umgehend zum Arzt“, betont Lohaus.

Das Warmhalten der Ohren ist neben dem Schutz vor Erfrierungen noch aus einem weiteren Grund ratsam: Es reduziert auch die Infektionsgefahr. Denn so bleiben die Schleimhäute gut durchblutet und können sich beispielsweise gegen Erreger einer Mittelohrentzündung besser wehren.

dapd

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