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Abstrich ganz hinten aus dem Rachen nehmen: Wie der Corona-Schnelltest auch Omikron anzeigen soll

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Von: Juliane Gutmann

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Ein Mädchen hält ihren negativen Corona-Schnelltest fest.
In Schulen seit langem Usus: der regelmäßige Corona-Schnelltest. © Sebastian Gollnow/dpa

Die aktuellen Inzidenzwerte unterstreichen: Die neue Virusvariante Omikron ist hochansteckend. Selbsttests sollen sie anzeigen können – wenn man diese richtig anwendet.

Die bundesweite Corona-Inzidenz hat die 1.400-Marke überschritten und erreicht damit einen Höchstwert. Mediziner und Gesundheitsbehörden führen das auch auf die neue Virusmutante Omikron zurück. Diese gilt als hochansteckend, führt aber nach aktuellem Wissensstand nicht zu gefährlicheren Krankheitsverläufen. Das Robert Koch-Institut (RKI) als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung sieht daher aktuell in der Hospitalisierungsinzidenz* einen wichtigen Faktor, um die aktuelle Pandemie-Situation richtig einschätzen zu können. Sie zeigt die Anzahl der Corona-Fälle an, die in einer Klinik behandelt werden müssen.

Wie erkenne ich, dass ich mich mit Omikron infiziert habe? Eine Sequenzierung bringt Klarheit. Doch nicht alle positiven Corona-Abstriche, die von Arztpraxen und anderen medizinischen Einrichtungen in Labore geschickt werden, werden dort sequenziert. Dies erfolgt dem RKI zufolge stichprobenartig oder wenn der Verdacht vorliegt, dass es sich bei der Corona-Probe um eine sogenannte Variant of Concern, also eine potenziell gefährliche Mutante, handeln könnte.

Welcher Test ist geeignet, um Omikron zu erkennen? Der Großteil der in Deutschland angebotenen Corona-Schnelltests soll nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel auch zum Nachweis der neuen Omikron-Variante geeignet sein, informiert der Bayerische Rundfunk (BR). In Zahlen bedeute das dem Bundesgesundheitsministerium zufolge, dass 80 Prozent der überprüften Antigen-Schnelltests die Omikron-Variante sicher nachweisen können. Doch wie verhält es sich mit Selbsttests, die zu Hause gemacht werden können?

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Video: Das sind die besten Selbsttests im Handel

Erkennt Selbsttest Omikron-Infektion? Abstrich von der Rachenhinterwand soll sinnvoll sein

Das PEI geht davon aus, dass alle in Deutschland zugelassenen Selbsttests auch bei Omikron geeignet sind, berichtete der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Schnelltests würden das sogenannte Nukleokapsid-Protein im Inneren des Virus nachweisen, das auch bei Omikron vorliegt und sich hier nur geringfügig von früheren Varianten unterscheidet. Jedoch spiele die Art der Probengewinnung dem NDR zufolge eine wichtige Rolle. So liegen erste Hinweise vor, dass Omikron im Rachen früher nachweisbar ist als in der Nase.

Internetberichten zufolge, die die Augsburger Allgemeine in einem Bericht aufgreift, soll der Virologe Andreas Dotzauer und der Epidemiologe Hajo Zeeb aus Bremen darauf hingewiesen haben, dass ein Nasen-Rachen-Kombinationsabstrich sinnvoll sei, wenn man Omikron erkennen möchte. Dotzauer spricht sich dafür aus, in Rachen wie in Nase abzustreichen. Dies sei nicht immer möglich, „aber es gibt Schnelltests, die durchaus für beides ausgelegt sind“, zitiert ihn die Augsburger Allgemeine.

Dem NDR zufolge genüge auch ein reiner Rachenabstrich. Selbsttests, die für den Rachenabstrich zugelassen sind, sollten aber nicht an der Wange entlanggeführt werden: Anwender müssten den Abstrich von der Rachenhinterwand nehmen, laut NDR. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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