Online-Therapie

Online-Selbsthilfe-Programme bei Depression: Stiftung Warentest kürt drei Testsieger

Eine Depression ist eine weit verbreitete Krankheit, die jeden treffen kann.
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Eine Depression ist eine weit verbreitete Krankheit, die jeden treffen kann. Hilfe verspricht unter anderem Online-Selbsthilfe.

Die Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Therapieplätze sind rar gesät. Hier kommt Online-Therapie ins Spiel. Wie sinnvoll ist sie?

Schätzungsweise 16 bis 20 von 100 Menschen erkranken irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal an einer Depression oder einer chronisch depressiven Verstimmung (Dysthymie), informiert das Bundesministerium für Gesundheit. Eine Ursache gibt es der Deutschen Depressionshilfe zufolge nicht: Meist seien es mehrere Faktoren, die eine Depression zur Folge haben. Dazu zählen etwa erbliche Veranlagung, hormonelles Ungleichgewicht und frühere traumatische Ereignisse. Doch Depressionen können gut behandelt werden. Der behandelnde Arzt oder Psychotherapeut wird entscheiden, welche Therapie zum Einsatz kommt: Medikamente und/oder Verhaltens- oder Psychotherapie.

Jedoch übersteigt die Nachfrage das Angebot, was die Therapieplätze anbelangt. So haben Psychotherapeuten oftmals lange Wartelisten. Online-Therapie verspricht Hilfe im Akutfall. Zur Überbrückung kann diese auch Sinn ergeben, wie die Stiftung Warentest als größte deutsche Verbraucherorganisation informiert. Acht Online-Selbst­hilfe-Programme wurden von Fach­gutachtern auf deren Tauglichkeit geprüft. Dabei stand Konzept, Studienlage zur Wirk­samkeit und Daten­schutz im Fokus.

Online-Selbst­hilfe-Programme bei Depression: Vier „empfehlenswert“

Eines schickt Stiftung Warentest vorweg: Bei einer schweren Depression eignet sich die Online-Selbsthilfe nicht. Wenn eine Depression mit Selbstmordgedanken einhergeht, muss sofort die nächstgelegene psychiatrische Klinik oder der Notarzt kontaktiert werden, so die Deutsche Depressionshilfe. Auch eine genaue Diagnose könne nur durch ein persönliches Gespräch mit einem appro­bierten Psycho­therapeuten oder Psychiater vor Ort gestellt werden.

Geeignet sei die Online-Psychotherapie bei Depression vor allem dann, wenn die Zeit bis zum festen Therapieplatz überbrückt werden muss. Auch ergänzend zu einer regulären Therapie kann sie in Absprache mit dem behandelnden Fachmann sinnvoll sein. Je nach Programm kann der Aufbau variieren. Schriftliche Fragebögen, Videos und Übungsanleitungen sind oftmals Bestandteil der Selbsthilfe-Programme, heißt es vonseiten Stiftung Warentest.

Online-Selbst­hilfe-Programme bei Depression: Die Testsieger im Überblick

Vor allem drei getestete Online-Selbsthilfe-Programme überzeugen im Test. Unter anderem, weil ihr therapeutisches Potenzial als „hoch“ eingestuft wird. Es handelt sich um folgende Angebote:

  • Deprexis 24 von Anbieter Gaia
  • Get.On Depression Akut des Anbieters Get.On Institut
  • Get.On Depression Prävention des Anbieters Get.On Institut

Mehrere Krankenkassen übernehmen die Kosten für oben genannte Programme. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die Möglichkeit einer Teil- oder Vollübernahme der Kosten. (jg)

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Weiterlesen: Generalisierte und soziale Angststörung - so überwinden Betroffene häufige Angsterkrankungen

Angst vor neugierigen Enten! Die kuriosesten Phobien

Phobien Angst und Psychosen
Anatidaephobie: Unter dieser Phobie leiden Menschen, die sich von Enten beobachtet fühlen. © dpa
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Geniophobie: Für Menschen mit dieser Angststörung wäre Udo Lindenberg oder jemand Anderes mit markantem Kinn wahrscheinlich der reinste Horror. Geniophobie ist also die Angst vor einem Kinn. Klingt unglaublich, gibt es aber wirklich. © dpa
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Anophelophobie: Die schönste Sache der Welt kann hier ziemlich kompliziert werden. Anophelophobie ist die Angst, die Frau beim Sex zu verletzten. Unter Umständen kann diese Phobie das Liebesleben komplett zerstören, da alle Berührungen durchdacht werden und man sich nicht mehr gehen lassen kann. Übrigens gibt es auch Angst vor Jungfrauen (Parthenophobie). © dpa
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Amychophobie: Wenn man unter dieser Phobie leidet, kann ein Mückenstich schon mal zur Qual werden. Denn die Betroffenen haben extreme Furcht sich zu kratzen oder gekratzt zu werden. © dpa
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Laevophobie: Die Betroffenen haben vor allem Angst, was sich auf der linken Seite befindet. © dpa
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Clinophobie: Meistens haben Kinder in einer bestimmten Entwicklungsphase Angst, ins Bett zu gehen. Es könnte ja ein unheimlicher Schatten auftauchen, oder etwas unter dem Bett sein. Aber auch Erwachsene haben dieses Problem. Das Zubettgehen wird bei den Betroffenen solange wie möglich hinausgezögert. Gute Nacht hat für sie eine ganz andere Bedeutung. © dpa
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Nomatophobie: Die Betroffenen wirken wahrscheinlich oft unhöflich wenn sie sagen: "Hey du, du da" Denn sie haben Angst vor Namen und wollen sie weder aussprechen noch daran denken. © dpa
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Urophobie: Eine übersteigerte Angst vor Urin und selbst zu urinieren. Der tägliche Gang auf die Toilette wird hier zur Qual. Noch schlimmer ist es für viele Betroffene, wenn sie außer Haus sind. Denn der Ekel vor Orten, an denen viele Menschen ihr Geschäft erledigen, ist noch extremer. © dpa
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Anablephobie: "Guck mal, da oben", sollten Sie besser nicht zu Menschen mit dieser Angststörung sagen. Nach oben zu schauen, sich hohe Gebäude oder Dinge auch nur vorzustellen, löst in den Betroffenen Panik aus. © dpa
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Aerophobie: Halt die Luft an! Guter Tipp, aber die ganze Zeit? Menschen mit Aerophobie, fürchten sich davor Luft zu verschlucken, einzuatmen oder noch schlimmer, Gestank zu riechen. © dpa
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Aquaphobie: Wenn wir uns einmal unseren Tagesablauf vor Augen führen, ist das wohl eine der Phobien, die uns am meisten beeinträchtigt: die Angst vor Wasser. Manche haben erst Angst wenn Sie ins Meer gehen sollen, andere schon wenn es nur ums Duschen geht. © dpa
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Ouranophobie: Ein blauweißer Himmel kann Menschen mit dieser Phobie nicht enzücken. Sie haben Angst, es könnte etwas vom Himmel stürzen oder denken, bedrohliche Dinge kommen aus dem Himmel. © dpa
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Chrematophobie: Die meisten Menschen hätten lieber zu viel, als zu wenig, aber Betroffene dieser Phobie fürchten sich vor Geld. In der extremsten Form hat man nicht nur Angst, Geld anzufassen, sondern auch welches zu besitzen. © dpa
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Alliumphobie: Die Angst vor Knoblauch kennt man eigentlich nur von Vampiren. Aber auch Menschen haben regelrecht Furcht oder sogar Panik vor Knoblauch, Zwiebeln oder auch nur deren Geruch. © dpa
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Chronomentrophobie ist die übersteigerte Furcht vor Uhren. © dpa
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Catoptrophobie: Ein Blick in den Spiegel ist für Menschen mit dieser Angststörung mehr als unangenehm. Sie meiden alle spiegelnden Oberflächen. © dpa
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Bibliophobie: Die krankhafte Abneigung gegen Bücher. In einer Bibliothek wird man Betroffene sicher nie antreffen. © dpa
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Genuphobie: Woher diese Angststörung kommt, ist rätselhaft. Aber Furcht vor dem Knie oder dem Niederknien haben einige Menschen tatsächlich. © dpa
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Anthophobie: Blumen zum Valentinstag, nein danke! Menschen mit dieser geldPhobie haben eine außergewöhnliche Abneigung gegen Blumen oder fürchten sich sogar vor ihnen. © dpa
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Leukophobie: Ein Traum in weiß, beispielsweise ein Hochzeitskleid, wird für Betroffene dieser Phobie zum Albtraum. Sie haben Angst vor allen Dingen, die weiß sind. © dpa
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Geliophobie: Lachen ist gesund, aber für Betroffene dieser Phobie nicht erfreulich. Denn sie haben Angst zu lachen oder von anderen ausgelacht zu werden. © picture alliance / dpa
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Koumpounophobie: Menschen, die mit dieser Angst zu kämpfen haben, ekeln sich vor Knöpfen. Sie tragen keine Jeanshosen, stattdessen Röcke oder Hosen mit Gummizug. Bettbezüge mit Knöpfen an den Enden finden die Phobiker widerlich. © dpa
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Arachnophobie: Keine außergewöhnliche Phobie, aber doch eigentlich ziemlich unlogisch, oder? Denn, wenn es sicht nicht gerade um ein giftiges Exemplar handelt, besteht eigentlich kein Grund, sich vor diesen kleinen Achtbeinern zu fürchten. © dpa

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