Orangensaft und Limo erhöhen Gicht-Risiko

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Mit Fruchtzucker gesüßte Limonaden oder Orangensaft erhöhen bei Frauen zudem das Risiko für Gichterkrankungen, berichtet die Pharmazeutische Zeitung (PZ) in ihrer aktuellen Ausgabe.

Ein Glas Orangensaft gehört im Winter für viele auf den Frühstückstisch. Doch genau dieses Glas kann ungesund sein. Getränke mit Fruchtzucker (Fructose) erhöhen das Risiko für Gicht.

Fruchtzucker steht im Verdacht, Übergewicht zu fördern. In großen Mengen wird er nicht immer vollständig im Darm aufgenommen, was zu Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall führen kann. Mit Fruchtzucker gesüßte Limonaden oder Orangensaft erhöhen bei Frauen zudem das Risiko für Gichterkrankungen, berichtet die Pharmazeutische Zeitung (PZ) in ihrer aktuellen Ausgabe.

"Fruchtzucker ist ein 'Wolf im Schafspelz"

Bereits ein Glas Orangensaft täglich reiche dafür aus. Gicht ist eine weit verbreitete, schmerzhafte Erkrankung. In den letzten Jahren erkranken mehr Menschen neu an Gicht als in der Vergangenheit.

Dieser Anstieg der Gichterkrankungen falle zusammen mit der Zunahme des Konsums an Fruchtzucker, so die PZ. Fruchtzucker hat genauso viele Kalorien wie Haushaltszucker. Er wird als Alternative zu Haushaltszucker einigen Lebensmitteln wie Softdrinks oder Süßspeisen zugesetzt.

"Fruchtzucker ist ein 'Wolf im Schafspelz'", so Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. "Verbraucher sollten auf die Zutatenlisten der Lebensmittel achten und nur geringe Mengen eines mit Furchtzucker gesüßten Lebensmittels essen oder trinken."

Obst hat wenig Fruchtzucker

Wer mehr über gesunde Ernährung wissen will, findet in der Apotheke kompetente Gesprächspartner. Bundesweit haben sich mehr als 2.000 Apotheker auf Ernährungsberatung spezialisiert und informieren ihre Patienten gerne individuell.

Fruchtzucker ist auch in einigen Lebensmitteln enthalten, die als "kinderfreundlich" beworben werden. Eltern sollten ihren Kindern grundsätzlich keine süßen Limonaden in großen Mengen als Durstlöscher anbieten.

Obst hingegen enthält nur geringe Mengen an Fruchtzucker und gehört täglich auf den Speiseplan.

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