Osteoporose: Tipps für stabile Knochen

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Aqua-Jogging ist gut für die Gelenke und es macht Spaß.

Etwa acht Millionen Deutsche leiden an Knochenschwund, der sogenannten Osteoporose. Bei dieser Krankheit nimmt die Knochenmasse unverhältnismäßig stark ab – die Knochen werden porös! Schmerzhafte Brüche können die Folge sein.

Wichtig: Osteoporose ist aber kein unausweichliches Schicksal! Vorbeugung ist möglich.

Osteoporose trifft überwiegend ältere Menschen. Veranlagung und Geschlecht spielen bei der Entstehung eine Rolle. So kann die schmerzhafte Krankheit bei Frauen durch einen Hormonmangel in den Wechseljahren ausgelöst werden. Generell erkranken Frauen fünfmal häufiger als Männer. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Erkrankten in den nächsten 40 Jahren verdoppeln wird. „In den meisten Fällen wird Osteoporose erst dann diagnostiziert, wenn bereits ein Knochen gebrochen ist. Für vorbeugende Maßnahmen ist es dann zu spät. Deshalb sollte die Krankheit so früh wie möglich erkannt und mit gezielten Maßnahmen behandelt werden, um den fortschreitenden Knochenschwund zu stoppen“, sagt die Physiotherapeutin Roswitha Dietzel und Expertin für Osteoporose des Deutschen Verbandes für Physiotherapie – Zentralverband der Physiotherapeuten/ Krankengymnasten (ZVK).

Richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung sind die Basis für gesunde Knochen.

Tipps zur Vorbeugung von Osteoporose:

• Kalziumreiche Ernährung: Nehmen Sie täglich 1000 mg Kalzium mit der Nahrung auf. Denn der Körper kann diesen Knochenbaustein nicht selber bilden. Sehr kalziumreich: Milchprodukte (fettarme Milch, Joghurt, Hartkäse), grünes Gemüse (Brokkoli), Obst (Kiwi). Grundsätzlich gilt: Ältere Menschen brauchen weniger Kalorien, aber genauso viele Vitamine und Mineralstoffe wie früher.

• Frische Luft und Vitamin D: Damit das Kalzium in die Knochen eingelagert werden kann, benötigt der Körper Vitamin D. Dieses wird mithilfe von UV-Licht in der Haut gebildet. Nutzen Sie die Winterzeit für Spaziergänge im Freien, damit es nicht zu einem Mangel kommt. Vitamin D kann auch über Nahrungsmittel wie Seefisch, Eier und Butter aufgenommen werden.

• Keine Knochenräuber! Vermeiden Sie Genussgifte wie Alkohol oder Nikotin. Nikotin stört die Durchblutung der Knochen und vermindert die Produktion der Geschlechtshormone und damit den Aufbau von Knochenzellen.

• Keine Radikal-Diäten: Durch radikale Diäten wird der Knochenstoffwechsel gestört. Die Gefahr von Knochenbrüchen steigt. Ältere Menschen sollten Untergewicht vermeiden.

• Regelmäßige Bewegung: Geeignet sind alle Trainingsarten, die den ganzen Körper fordern (Aqua Jogging, Nordic Walking).

Infos zu Physiotherapieangeboten bei Osteoporose: www.zvk.org

(akz)

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