Parkinson-Therapie: Studie soll den Durchbruch bringen

Der an Parkinson erkrankte Schauspieler Michael J. Fox hat eine eigene Stiftung zur Erforschung der Krankheit gegründet. Foto: Michael J. Fox Stiftung

Ziel der Studie ist es, Parkinson künftig früher zu diagnostizieren und noch mehr Informationen über die Verlaufsformen der Krankheit zu sammeln – eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung einer wirksamen Therapie. „Unser Augenmerk richtet sich auf typische biologische Merkmale, sogenannte Biomarker, die mit dem Auftreten von Parkinson und seinem Voranschreiten in Verbindung stehen“, erläutert Oberärztin Dr. Brit Mollenhauer.

Zentraler Ansatz ist, künftig möglichst früh bestimmte Risikofaktoren für Parkinson mit einem Schnelltest zu bestimmen. „Wenn es gelingt, im Blut oder im Liquor (Nervenflüssigkeit) Biomarker zu identifizieren, bekommen wir einen Hebel in die Hand, die Erkrankung langfristig zu heilen“, sagt Mollenhauer. Bislang lassen sich bei Parkinson, auch als Schüttellähmung bekannt, nur Symptome behandeln.

In Kassel sollen zwanzig Parkinsonpatienten und zehn gesunde Kontrollpersonen in die Studie aufgenommen werden. Bei der Studie arbeitet die Harleshäuser Fachklinik eng mit der Neurologischen Universitätsklinik Marburg zusammen. Dort erfolgt die Bildgebung des Gehirns mithilfe modernster Kernspintomographen. Im ersten Jahr müssen sich die Probanden vierteljährlich, ab dem zweiten Jahr halbjährlich untersuchen lassen. Die Studie umfasst auch die regelmäßige Abnahme von Blut und Liquor. Mollenhauer: „Ihr Mitwirken kann zum Durchbruch in der Parkinsonforschung beitragen.“ (nh)

„Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass Parkinson eines Tages heilbar ist.“

Angelika Zaun-Holzer, gesunde Kontrollperson bei der Parkinson-Studie

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