Schwerwiegende Folgen

Das passiert, wenn Sie abends nicht Ihre Zähne putzen

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Abends Zähne putzen ist wichtig für die Mundhygiene. Aber auch für langfristig gesunde Zähne.

Man ist müde, kaputt und möchte nur noch ins Bett: So manch einer lässt das abendliche Zahnputzritual ausfallen. Doch das hat schwerwiegende Folgen.

Wer denkt, einmal abends das Zähneputzen ausfallen zu lassen, ist doch nur halb so schlimm, der irrt. Denn Zahnärzte warnen schon länger: Wer nicht gewissenhaft seine Zähne putzt, der wird langfristig mit unangenehmen Folgen zu kämpfen haben.

Karies, Mundgeruch, Parodontitis: Regelmäßig Zähne putzen ist Pflicht

Egal, ob Karies, Mundgeruch oder sogar Zahnverlust – wer mit der Zahnhygiene schludert, der riskiert Löcher in den Zähnen und Zahnfleischbluten. Der Grund hierfür: In der Nacht können sich Bakterien im Mund- und Rachenraum besonders stark ausbreiten. Schließlich produzieren und benötigen wir, wenn wir schlafen, kaum Speichel. Dieser ist aber wichtig zur Gesunderhaltung der Zähne und der Mundflora und hält die Bakterien in Schach.

Laut einer Umfrage der Meinungsforscher von Forsa sind es besonders Männer, die es nicht mit der abendlichen Zahnhygiene so ernst nehmen. Jeder vierte soll auf das regelmäßig Zähne putzen verzichten, bevor er ins Traumland wegschlummert.

Doch das begünstige nicht nur Karies, sondern kann sich durch die starke Vermehrung der Bakterien im Mundraum zu einer chronischen Parodontitis ausweiten. Doch damit nicht genug: Am Ende wird nicht nur das Zahnfleisch verletzt, die Bakterien können sogar in die Blutbahn wandern. Eine mögliche Folge: Herzinfarkt.

Zähne richtig putzen: Besser elektrisch oder manuell?

Wer allerdings abends einmal vergisst, Zähne zu putzen, muss nicht gleich das Schlimmste befürchten. Dennoch sollten Sie es regelmäßig tun – und am besten zweimal im Jahr zur Kontrolle bei Ihrem Zahnarzt des Vertrauens gehen.

Dabei ist allerdings egal, ob Sie Ihre Zähne mit einer elektrischen oder normalen Zahnbürste pflegen. "Entscheidend ist die mechanische Plaque-Reduktion", meint Thomas Wolf vom Bundesvorstand des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte. "Es kommt daher eher darauf an, wie gut der Betroffene seine Zahnbürste benutzt" – das heißt also, dass sich nach der Anwendung die Zähne gut gereinigt und sauber anfühlen sollten.

Tipp: Auch ein Zungenschaber empfiehlt sich für die abendliche Putzroutine. Schließlich siedeln sich Bakterien auch gerne auf der Zungenoberfläche an und ein regelmäßiges Bürsten oder Schaben hält die Mundflora im Gleichgewicht.

Von Jasmin Pospiech

Mit Zahnseide und Co. gegen Karies

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