Kurort im Allgäu

Kneipp Naturheilverfahren bald Kulturerbe?

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Das Naturheilverfahren des berühmten Pfarrers Sebastian Kneipp soll Weltkulturerbe werden.

Bad Wörishofen - Das Naturheilverfahren des Pfarrers Sebastian Kneipp soll nach dem Willen der Stadt Bad Wörishofen und des Kneipp-Bundes als Kulturerbe anerkannt werden.

Der Unterallgäuer Kurort und der Bundesverband wollen einen Antrag zur Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste für die Unesco-Organisation stellen. „Wir erhoffen uns dadurch, dass unsere Lehre einen noch größeren Stellenwert bekommt und sich noch mehr Menschen dazu entschließen, mit diesem traditionellen Naturheilverfahren ihre Lebensqualität zu steigern“, sagte Annette Kersting, Geschäftsführerin des Kneipp-Bundes.

Viele Menschen würden mit Kneipp nur Wasseranwendungen verbinden. „Sein Gesundheitskonzept beinhaltet aber weitaus mehr, als mit den Beinen im kalten Wasser zu stehen“, sagte Kersting. Der Kneipp-Bund mit Sitz in Bad Wörishofen ist der Dachverband für rund 600 Vereine in Deutschland, die insgesamt 160.000 Mitglieder zählen.

Sein weltweit bekanntes Naturheilverfahren hat Kneipp vor gut 150 Jahren in Bad Wörishofen entwickelt. „Wir sehen uns als die Wiege der Kneipp-Lehre und als die Bewahrer seines Wissens“, sagte Bürgermeister Klaus Holetschek (CSU). „Es ist uns aber wichtig, dieses Wissen nicht nur zu halten, sondern es weiterzugeben.“ Gleichzeitig erhofft sich Holetschek vom Kulturerbe-Titel mehr Aufmerksamkeit für den Kurort. „Natürlich freuen wir uns auch, wenn dadurch noch mehr Gäste zu uns kommen.“

Bis Ende November können nach Angaben des bayerischen Kunstministeriums Bewerbungen für die Liste des immateriellen Kulturerbes eingereicht werden. Im Unterschied zum Weltkulturerbe geht es beim immateriellen Kulturerbe um gelebte Traditionen. Dazu zählen Bräuche, Lieder, Musiktraditionen, Tänze aber auch Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und traditionelle Handwerkstechniken. Jedes Bundesland kann zwei Vorschläge einreichen. Über ein mehrstufiges Verfahren werden aus allen Vorschlägen in Deutschland bis zu zwei bei der Unesco eingereicht. Sie entscheidet frühestens 2016 über eine Aufnahme in die Liste immaterieller Kulturgüter.

So dick macht der Urlaub

So dick macht der Urlaub
Pizza, Pasta und andere landestypische Kalorienbomben: Wie dick macht Urlaub eigentlich? Eine länderspezifische ­Betrachtung. © dpa
So dick macht der Urlaub
Griechenland: Tsatsiki, Schafskäse, Oliven – alles fettig, alles schwer. Bis zu 1000 Kalorien kann eine Portion vom Auberginen-Auflauf Moussaka haben. © dpa
So dick macht der Urlaub
Schweiz: Berge und frische Luft machen hungrig, doch vorsicht, ein „Fondue“ hat cirka 800 Kalorien.   © dpa
So dick macht der Urlaub
Frankreich: Mit 460 Kalorien pro 100 Gramm ist die Foie Gras eine wahre Kalorienbombe: Die umstrittene Stopfleber wurde unlängst sogar zum französischem Kulturerbe erklärt. © dpa
So dick macht der Urlaub
Irland: So gewöhnungsbedürftig wie das irische Wetter ist der Irish Stew. Der Eintopf mit nur 360 Kalorien pro Portion ist gut für die Linie. © dpa
So dick macht der Urlaub
Spanien: Paella ist die spanische Antwort auf Eintopf. Mit durchschnittlich 480 Kalorien pro Portion gehört sie beileibe nicht zu den größten Urlaubs-Dickmachern. © dpa
So dick macht der Urlaub
Italien: Belag und Käse hauen rein in der Brennwert-Bilanz, mit 800 Kalorien mindestens. © dpa
So dick macht der Urlaub
Österreich: Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln schlagen mit 840 Kalorien zu Buche, © dpa
So dick macht der Urlaub
Japan: Sushi hat nur 130 Kalorien pro 100 Gramm. © dpa
So dick macht der Urlaub
Thailand: Kaum Fett, viel Fisch und jede Menge gesunde, weil verdauungsfördernde Gewürze. Eine scharf-saure Tom-Yam-Suppe mit Garnelen hat gerade einmal 170 Kalorien, ein Thai-Curry mit Huhn 250. © dpa
So dick macht der Urlaub
Australien: Im Land von Crocodile Dundee ist der Alligator inzwischen sogar auf dem Teller gelandet: Viele Proteine, aber gerade einmal 130 fettarme Kalorien pro 100 Gramm © dpa
So dick macht der Urlaub
Karibik: Ananas pur mit 60 Kalorien pro 100 Gramm © dpa
So dick macht der Urlaub
Spanien: Der alkoholisierte Traubensaft nämlich schlägt mit 65 Kalorien pro 0,1 Liter zu Buche. © dpa
So dick macht der Urlaub
Österreich: Die berühmte Torte aus dem Hause Sacher mit 600 Kalorien (plus Sahne: 750 Kalorien) © dpa
So dick macht der Urlaub
Eine Kugel Wassereis (100 Gramm) – und man ist schon mit 85 Kalorien dabei. Fruchtsorbet (Saft und Zucker) schlägt mit zirka 90 Kalorien zu Buche, Fruchteis (20 Prozent Fruchtgehalt) mit 130. © dpa
So dick macht der Urlaub
Die wahren Dickmacher aber sind Milcheis (150 Kalorien) und Rahmeis (250 Kalorien). © dpa
So dick macht der Urlaub
Teufel im Glas: Ein Caipirinha mit 350 Kalorien pro Glas kann leicht mal eine Hauptmahlzeit ersetzen. © dpa

dpa

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