Gesetz zur PID tritt in Kraft

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Die mikroskopische Aufnahme zeigt eine menschliche Eizelle, die in einem Dresdner Speziallabor zu Demonstrationszwecken injiziert wird.

Berlin - Nach jahrelangen Debatten tritt an diesem Donnerstag das umstrittene Gesetz über die begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) in Kraft.

Paare können allerdings noch nicht - wie im Gesetz vorgesehen - Embryonen nach einer künstlichen Befruchtung in Deutschland auf Gendefekte testen lassen. Grund ist eine fehlende Rechtsverordnung.

Promi-Babys: Dank Leihmutter zum Nachwuchs

Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Popstar Elton John und sein Partner David Furnish sind Eltern geworden - dank einer Leihmutter. © dpa
Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Katey Sagal, der Star aus der Sitcom "Eine schrecklich nette Familie" soll eine Leihmutter engagiert haben. © dpa
Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Auch der "How I Met Your Mother"-Star Neil Patrick Harris bekam durch die Hilfe einer Leihmutter Nachwuchs. © ap
Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Nicole Kidman und Ehemann Keith Urban sind mit Hilfe einer Leihmutter zum zweiten Mal Eltern geworden. © dpa
Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Auch “Sex and the City“-Star Sarah Jessica Parker und ihr Mann Matthew Broderick sind dank einer Leihmutter Eltern von Zwillingen geworden. © dpa
Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Das Kind von Schauspieler Dennis Quaid und seiner Frau Kimberly wurde von einer Leihmutter zur Welt gebracht. © ap
Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Durch eine Leihmutter wurde auch Schauspielerin Angela Bassett 2006 im Alter von 47 Jahren zum ersten Mal Mutter. Sie bekam ebenfalls Zwillinge. © dpa
Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Auch der verstorbene King of Pop, Michael Jackson, soll eine Leihmutter engagiert haben. © ap
Diese Stars engagierten eine Leihmutter
Popstar Ricky Martin wandte sich ebenfalls an eine Leihmutter, die seine Zwillinge austrug. © dpa

“Jetzt gilt es, die Rechtsverordnung in möglichst kurzer Zeit auf den Weg zu bringen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Ulrike Flach (FDP), der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Sie betreffe die Voraussetzung für die Zulassung der Zentren, in denen PID durchgeführt werden darf, die Qualifikation der Ärzte, die Zusammensetzung der entscheidenden Ethikkommissionen sowie die Ausgestaltung einer Zentralstelle für die Dokumentation der durchgeführten PID-Fälle.

Der Bundestag hatte im Juni der PID-Zulassung in einer großen Debatte ohne Fraktionsdisziplin zugestimmt. Anträge nach einem weitreichenden Verbot und einem Verbot mit kleineren Ausnahmen hatten eine Mehrheit verfehlt. Das Gesetz tritt nun 14 Tage nach der Ausgabe des entsprechenden Bundesgesetzblatts in Kraft.

“Die Entscheidung zur PID war ein zweifacher Erfolg“, sagte Flach. Die Fraktionsgrenzen seien überwunden worden. Das Parlament sei sich mit großer Mehrheit einig gewesen, dass genetisch stark vorbelasteten Eltern mit Hilfe der PID die Möglichkeit gegeben werden sollte, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. “Die Zeit, in der Frauen eine Schwangerschaft auf Probe in Kauf nehmen mussten, obwohl in ihrer Familie schwere Krankheiten erblich sind oder aber immer wieder Totgeburten auftraten, ist endlich vorbei.“

Die Christdemokraten für das Leben, eine Initiative in der CDU/CSU, kritisierten: “Damit wird der bisherige Embryonenschutz in Deutschland ausgehebelt.“ Die PID werde merkwürdig still Wirklichkeit. Wesentliche Bestandteile der Umsetzung seien ungeklärt und höchst problematisch.

dpa

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