Durch Zufall

Pocken-Viren in US-Labor gefunden

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Die Wachsmoulage "Variola vera - Pocken" von Fritz Kolbow (1887-1946) im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden.

Pocken-Viren sind für Menschen sehr gefährlich. Doch Pocken gelten seit 1979 offiziell als ausgerottet. Jetzt haben Mitarbeiter in einem Labor durch Zufall zwei Fläschchen mit Pockenviren gefunden. 

In einem Labor in den USA haben Mitarbeiter zwei vergessene Fläschchen mit Pockenviren entdeckt. Die wohl aus den 1950er Jahren stammenden Glasfläschchen mit der Aufschrift „Pocken“ seien in einem nicht genutzten Teil eines Lagerraums in dem Labor in Washington gefunden worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC in der Nacht zum Mittwoch mit.

Die Fläschchen seien gut verschlossen gewesen, so dass für das Laborpersonal keine Gefahr bestanden habe. Sie seien nach der Entdeckung sofort gesichert und in ein anderes Labor zur Prüfung gebracht worden. Dort wurde die DNA von Pockenviren nachgewiesen, unsicher war noch, ob die Erreger in einer Kulturlösung auch wachsen können. Sobald die Testergebnisse vorlägen, was bis zu zwei Wochen dauern könne, würden die Proben zerstört.

Pocken gelten als ausgerottet

Pocken-Erreger sind für den Menschen sehr gefährlich. Die Krankheit gilt seit 1979 offiziell als ausgerottet. Zwei bekannte Bestände lagern jedoch weiter in Laboren im russischen Nowosibirsk und in einem US-Labor in Atlanta.

Pocken (umgangssprachlich auch Blattern genannt) sind höchstansteckend. Das Virus befällt zuerst die Atemwege. Es bildet sich begleitet von hohem Fieber ein Hautauschlag erst im Gesicht und dann über den ganzen Körper. In der Bundesrepublik Deutschland gab es bis 1983 eine Impfpflicht gegen Pocken.

dpa/tz

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