Kreuzallergien: Viele Pollenallergiker reagieren auch auf bestimmte Lebensmittel

Die Pollensaison ist in diesem Jahr ungewöhnlich früh gestartet. Schätzungen zufolge leidet jeder vierte bis fünfte Erwachsene unter einer Pollenallergie. Bei den Kleinkindern sind es etwa zehn bis 20 Prozent. Was viele Betroffene jedoch nicht wissen: Oft geht die lästige Allergie auch mit einer Kreuzallergie einher.

Darauf weist die Techniker Krankenkasse  (TK) hin. "Mehr als 50 Prozent der Pollenallergiker reagieren auch auf Nahrungsmittel allergisch", sagt Alexandra Schätzle, Präventionsberaterin bei der TK.

Wer auf Frühblüher (Hasel, Erle) reagiert, verträgt oft kein rohes Kern- und Steinobst, wie Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume oder Zwetschge. "Auch Kiwis, Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse und rohes Gemüse, wie Sellerie, Karotte, Kartoffel und Tomate können für die Betroffenen problematisch werden."

Wer gegen Gräser und Roggen allergisch ist, sollte bei Müsli, Soja, Erbsen, Erdnüssen, Linsen, Bananen, Tomaten und rohen Kartoffeln vorsichtig sein. Eine Beifuß-Allergie geht oft einher mit einer Allergie gegen Tomaten, Sellerie, rohe Karotten, Kiwi, Mango, Litschi, Avocado, Pfefferminz- und Kamillentee sowie verschiedene Gewürze, wie schwarzer Pfeffer, Paprika oder Sellerie.

Ob und wie heftig die Pollenallergiker auf Lebensmittel reagieren ist individuell verschieden. "Nicht immer ist ein ganzjähriger Verzicht auf die problematischen Obst- und Gemüsesorten nötig", sagt Schätzle. Viele Lebensmittel verlieren im gekochten Zustand ihre Allergene und können so unbedenklich gegessen werden.

Zu den typischen Symptomen nach dem Verzehr von allergieauslösenden Lebensmitteln gehören Kribbeln, Juckreiz bis hin zu Schwellungen der Mund- und Rachenschleimhäute. "Es kann auch zu Magen-, Darm- Haut oder Kreislaufbeschwerden kommen", erklärt Schätzle. Auch ein anaphylaktischer Schock sei nicht auszuschließen.

Was ist eine Pollenallergie und was passiert im Körper dabei?

Eine Pollenallergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf Blütenstaub, der eigentlich keinerlei Gefahr für die Gesundheit darstellt. "Gelangen Pollen auf die Nasenschleimhaut eines allergischen Menschen, regiert das Immunsystem fälschlicherweise auf den unschädlichen Stoff mit einer Art 'Polizei-Großeinsatz', um den vermeintlichen Eindringling mit allen Kräften zu bekämpfen", erklärt Alexandra Schätzle. Das äußert sich dann bei den Betroffenen in Form von Niesreiz, laufender und verstopfter Nase, geschwollenen und tränenden Augen, Asthma oder Atemnot. (nh)

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