Prämienzahlung statt Zusatzbeitrag

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Geld zurück: Einige Versicherungen zahlen ihren Versicherten im Jahr 2012 eine Prämie aus.

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung ist zuletzt auf 15,5 Prozent gestiegen.

 Er setzt sich zusammen aus einem Arbeitgeberbeitrag von 7,3 Prozent und einem Arbeitnehmerbeitrag in Höhe von 8,2 Prozent. Der Arbeitgeberbeitrag ist dabei nach dem sogenannten GKV-Finanzierungsgesetz nunmehr festgeschrieben und damit ohne Gesetzesänderung nicht mehr veränderbar. Zudem gibt es seit Anfang dieses Jahres keine Grenzen mehr bei den Zusatzbeiträgen. Sie können von den Kassen in beliebiger Höhe genommen werden. Ein Sozialausgleich erfolgt erst, wenn der durchschnittliche Zusatzbeitrag zwei Prozent des individuellen sozialversicherungspflichtigen Einkommens übersteigt.

Wie ein Ölleck in der Tiefsee

Die Beitragssatzerhöhung und die Einführung von Zusatzbeiträgen in zahlreichen Krankenkassen beweisen, dass die Gesundheitskosten in Deutschland weiterhin scheinbar unaufhaltsam wie ein Ölleck in der Tiefsee sprudeln.

Björn Hansen, Vorstand bei einer mittelständischen Betriebskrankenkasse: „Solche Verteuerungen bekämpfen nur die Symptome des kränkelnden Gesundheitssystems und nicht deren Ursachen.“ Immerhin kann der Großteil der Kassen aktuell noch auf Zusatzbeiträge verzichten. Den Kassen, die sie dagegen erheben müssen, laufen die Versicherten in Scharen davon.

Experte Björn Hansen bleibt angesichts der gesetzlich verordneten Beitragssatzerhöhung dennoch Realist und spricht beispielhaft für seine Betriebkrankenkasse: „Durch eine Prämienzahlung können zumindest unsere Versicherten die Mehrbelastung der gesetzlichen Beitragserhöhung teilweise kompensieren, nicht weniger, aber auch nicht mehr. „In den Chor der Anhänger von Zusatzbeiträgen und Prämien möchte er daher trotz des Wettbewerbsvorteils für seine Kasse nicht einstimmen. „Als Vertreter einer mittelständischen Betriebskrankenkasse setze ich mich auch weiterhin für die Rückkehr zur Finanzautonomie auf Basis individueller Beitragssätze ein“, verspricht Hansen. (djd)

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