Psychoonkologie im Fokus des Deutschen Krebskongresses 2014

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Optimisums und Zuversicht stärken: Dr. Mathias Kleiß ist leitender Arzt des Onkologischen Zentrums am Roten Kreuz Krankenhaus (RKH) Kassel.

Im Jahr 2010 erkrankten in Deutschland rund 224.900 Frauen und 252.400 Männer an Krebs. Betroffene kämpfen nicht nur um ihre körperliche, sondern auch um ihre psychische Gesundheit.

Die Psychoonkologie gehört dieses Jahr zu den Kernthemen des aktuellen Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin, denn die psychische Versorgung in der Krebstherapie gewinnt zunehmend an Relevanz. „Patienten mit onkologischen Erkrankungen leiden auch seelisch. Ängste sind keine Seltenheit, teilweise können sich auch Depressionen entwickeln. Somit spielt die „gesunde Psyche“ der Patienten eine wesentliche Rolle im Heilungsprozess“, so Dr. med. Mathias Kleiß, leitender Arzt des Onkologischen Zentrums am Roten Kreuz Krankenhaus  (RKH) Kassel.

„Wir beschäftigen in unserem Team eine Psychoonkologin und können so mit Beginn der Therapien unseren Patienten jede Unterstützung anbieten“, sagt Dr. Kleiß.

Integratives Onkologisches Konzept am RKH Kassel

Im Roten Kreuz Krankenhaus ist die Onkologie in die einzelnen Kliniken im Haus integriert, so dass sich die Ärzte Klinik- und fachübergreifend austauschen, sich über Therapiekonzepte und Therapiemöglichkeiten beraten können, um den Patienten eine optimale Behandlung zu ermöglichen. Eine weitere Besonderheit der Onkologie im RKH Kassel ist die Integration der Psychologie in die Krebstherapie. Eine Psychoonkologin bietet den Patienten eine umfassende psychologische Betreuung an. „Für Patienten mit onkologischen Erkrankungen stellt sich oftmals die Herausforderung, optimistisch und zuversichtlich zu bleiben. Die Psychoonkologie als medizinisches Fachgebiet versucht, Patienten zu stärken und hierdurch auch den Therapieerfolg zu optimieren“, so Dr. Kleiß.

Was macht die Psychoonkologie?

Die Psychoonkologie beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Krebserkrankung und Psyche sowie mit der Therapie und den Auswirkungen. Psychoonkologen versuchen, Krebspatienten und ihren Angehörigen dabei zu helfen, die besonderen psychosozialen Belastungen zu bewältigen, die mit einer Krebserkrankung einhergehen. Jeder Krebspatient reagiert auf vergleichbare Situationen unterschiedlich und passt die Bewältigungsstrategien den Belastungen der jeweiligen Krankheitsphase  an.

Die Psychoonkologie setzt auf den Erhalt von Lebensqualität und den Aufbau von Optimismus: „Es reicht eben nicht aus – obwohl dies selbstverständlich an erster Stelle in der Therapie steht – die körperliche Genesung von Patienten mit onkologischen Erkrankungen herzustellen. Eine onkologische Erkrankung kann das gesamte Leben des Betroffenen und der Angehörigen verändern und macht Angst. Eine psychoonkologische Betreuung ist deshalb unabdingbar“, so Dr. Kleiß. (nh)

Weitere Informationen unter: www.rkh-kassel.de

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