Mit Radiowellen gegen Fettpolster

Pölsterchen sollen weg: Prof. Dr. Ernst Magnus Noah zeichnet auf dem Schenkel der Patientin genau an, wo es dem Fett an den Kragen geht. Foto:  Rotes Kreuz Krankenhaus

Sobald die erste Frühlingssonne strahlt, denken viele Menschen besorgt an den Sommerurlaub, denn Badehose und Bikini verdecken die Problemzonen nicht.

Eine neue Methode – die Radiofrequenz-Liposuktion – bietet jedoch die Möglichkeit, den sport- und diätresistenten Polstern schonend an den Kragen zu gehen.

Prof. Dr. med. Ernst Magnus Noah, Chefarzt der Klinik für plastische Chirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel, weiß, bei welchen Problemzonen ein plastisch-ästhetischer Eingriff eine gute Möglichkeit bietet, den Körper zu formen: „Beim Mann sind es die sogenannten Hüftpolster, aber auch eine zu starke Fettbildung im Bereich der Brust, die vielen Männern ein Dorn im Auge ist. Für diese Fälle ist die Radiofrequenz-Liposuktion ein geeignetes Verfahren, um die Körperform zu verbessern.“

Haut wird gestrafft

Mit der neuen Methode lässt sich überschüssiges Fett auch großflächig absaugen und gleichzeitig die Haut beträchtlich straffen“, erläutert Prof. Noah, der das Verfahren als einer der ersten plastischen Chirurgen in Deutschland etabliert. „Ein wichtiger Vorteil dieses minimal-invasiven Verfahrens ist es, dass nur etwa drei Millimeter große Schnitte unter örtlicher Betäubung notwendig sind. Damit ist diese Methode schonender als andere und es ist möglich, mehrere Zonen in einer Operation zu behandeln.“

Bei Frauen sind es häufig Fettpolster im Bereich der Oberschenkel oder des Bauches, die als störend empfunden werden. „Auch hier eig-net sich die Radiofrequenz-Liposuktion, um größere Fettmengen unter kontrollierten Bedingungen im Krankenhaus zu entfernen“, so Prof. Noah. Alternativ können – je nach Fragestellung – aber auch immer noch Absaugtechnologien, wie die Vibrations- oder Wasserstrahltechnologie zum Einsatz kommen.

Ein wichtiger Vorteil dieses minimal-invasiven Verfahrens ist es, dass nur etwa drei Millimeter große Schnitte unter örtlicher Betäubung notwendig sind. Damit ist diese Methode schonender als andere und es ist möglich, mehrere Zonen in einer Operation zu behandeln.“

Prof. Dr. med. Ernst Magnus Noah

Trotz des schonenden Verfahrens sollten Patienten zur Sicherheit noch eine Nacht im Krankenhaus verbringen: „Denn auch wenn sich die neuen Methoden zur Problemzonenbehandlung einfach anhören, handelt es sich um eine richtige Operation. Damit wir auf Irritationen sofort reagieren können, ist die Kontrolle über eine gewisse Zeit nötig“, erklärt Prof. Noah. „In der Regel können die Patienten aber nach größeren Fettabsaugungen in mehreren Arealen die Klinik am nächsten Tag mit einem sicheren Gefühl und einem erträglichen Schmerzniveau verlassen.“ (nh)

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