Schon jetzt an Reiseschutzimpfung denken

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Ein Trip nach Südamerika, eine Rundreise durch China, eine Safari durch Afrika - mehr als jeden neunten Deutschen hat es im Jahr 2013 in weite Ferne gezogen. Auch in diesem Jahr planen viele Menschen wieder eine Fernreise. Doch in exotischen Ländern herrschen nicht nur andere Sitten, sondern auch andere Gesundheitsrisiken.

Trotzdem lehnen drei Prozent der Hessen Reiseschutzimpfungen grundsätzlich ab. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse  (TK). 65 Prozent der Befragten würden sich nur dann impfen lassen, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im Urlaubsland sehr hoch sei. Nur 26 Prozent der Hessen wollen kein Risiko eingehen, und entscheiden sich für eine Impfung gegen alle Krankheitserreger.

"Je früher geimpft wird, desto besser", sagt Steve Steinberger, Präventionsexperte der TK in Hessen. Denn einige Impfungen erforderten mehrere Spritzen nach festem Zeitplan, bis sie bestmöglich schützen. "Außerdem vertragen sich manche Wirkstoffe schlecht mit anderen, so dass bei mehreren Impfungen ein mehrwöchiger Abstand notwendig ist." Das Ziel sollte sein, spätestens vier Wochen vor der Reise die letzte Impfung abzuschließen. "Bevor die Patienten in den Flieger steigen, braucht der Körper nämlich noch etwas Zeit, um sich zu erholen", erklärt Steinberger.

Aber auch kurzentschlossene Last-Minute-Reisende sollten laut Steinberger nicht auf den Impfschutz verzichten. "Eine Injektion kurz vor dem Abflug ist für manche Impfungen auch noch sinnvoll." Je entlegener das Urlaubsziel, desto wichtiger sei die Gesundheitsvorsorge. Viele Krankheiten seien in Asien, Afrika und Südamerika deutlich weiter verbreitet als in Europa - zum Beispiel Hepatitis, Typhus oder Tollwut. Gegen viele dieser Krankheiten gebe es wirkungsvolle Impfungen. "Auch vor Malaria  kann man sich mit Medikamenten - und einer konsequenten Mückenabwehr vor Ort - gut schützen." Außerdem rät der TK-Experte allen Fernreisenden, sich zu vergewissern, ob die in Deutschland üblichen Schutzimpfungen, wie zum Beispiel gegen Diphtherie und Tetanus, bei ihnen noch wirksam sind. (nh)

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