Vorteile der Regionalanästhesie

+
Regionalanästhesie im Asklepios Klinikum Schwalmstadt

Chefarzt Dr. Hettel vom Klinikum Schwalmstadt erklärt die Vorteile der Regionalanästhesie zur Erzielung der Schmerzfreiheit bei Operationen.

Als vor 115 Jahren die ersten Regionalanästhesien durch August Bier  vorgenommen wurden, führte dies zu einer rasanten Entwicklung in der Chirurgie, da erstmals komplexe Operationen für den Patienten völlig schmerzfrei waren. Durch konsequente Weiterentwicklung der regional anästhesiologischen Techniken ist die Regionalanästhesie heute ein aus der modernen operativen Medizin nicht mehr wegzudenkendes Verfahren. Moderne bildgebende Verfahren wie die Sonographie aber auch durch innovative Materialentwicklungen wie dünne elektrisch stimulierbare Schmerzkatheter hat die Regionalänästhesie zur Erzielung der Schmerzfreiheit bei Operationen in den letzten Jahren eine enorme Verbreitung gefunden. Circa 30 - 40 Prozent aller Operationen finden heute in einer Regionalanästhesie statt.

Regionalanästhesie bedeutet die Betäubung einzelner Körperabschnitte oder auch Einzelnerven mittels eines örtlichen Betäubungsmittels. Häufig wird auch ein dünner Schlauch in die Nähe der Nerven eingebracht um so eine kontinuierliche Schmerzfreiheit für mehrere Tage zu erreichen.

Dachte man bei örtlicher Betäubung früher eher an kleinere Operationen, hat sich aber heute gezeigt dass gerade bei schwereren Operationen in der Bauch-, Unfall- oder Gefäßchirurgie regional anästhesiologische Verfahren einen enormen Vorteil gerade auch für ältere Patienten mit Vorerkrankungen mit sich bringen.

So wird beispielsweise durch eine Blockade der Hauptnerven des Beines bei Hüft, Knie oder Schulteroperationen eine exzellente postoperative Schmerzfreiheit erreicht, die dazu führt, dass man frühzeitige mit der krankengymnastischen Behandlung beginnen kann und so schneller nach der Operation wiederhergestellt ist. Auch die gefürchteten Komplikationen wie Thrombose oder Lungenembolie aber auch der intraoperative Blutverlust werden durch eine Regionalänästhesie deutlich vermindert. Neben der Schmerzausschaltung während der Operation bietet die Regionalanästhesie aber auch gerade in der postoperativen Phase entscheidende Vorteile. Übelkeit und Erbrechen können so weitgehendst vermieden werden, durch eine verbesserte Durchblutung in dem betäubten Bereich wird die Wundheilung gefördert. Eine gesteigerte Darmtätigkeit führt zu einer früheren Nahrungsaufnahme, meistens schon am Operationstag. Insgesamt kann hierdurch auch die Krankenhausverweildauer deutlich verkürzt werden.

Die Anästhesieabteilung am Asklepios Klinikum Schwalmstadt nimmt die Regionalanästhesien häufig mit ultraschallgestützten Verfahren vor. Hierbei handelt es sich um das derzeit modernste regionalanästhesiologische Verfahren mit der höchsten Effektivität und Sicherheit. Bei diesem Verfahren wird der zu betäubende Nerv mit einem Sonographiegerät dargestellt und zielgenau betäubt. Ebenso kann über einen dünnen Schlauch, der in der Nähe des Nerven eingebracht wird, eine Schmerzfreiheit für mehrere Tage erreicht werden. Manche Patienten fürchten sich davor eine Operation „live“ nur mit einer örtlichen Betäubung miterleben zu müssen, hier heißt es nicht zwingend sich zwischen einer Voll oder Regionalanästhesie entscheiden zu müssen, denn auch durch Kombination von beiden Narkoseverfahren kann man die positiven Effekte der Regionalanästhesie nutzen. Gerade durch ein maßgeschneiderteres individuell auf den Patienten und die Operation zugeschnittenes Narkoseverfahren erreicht man höchsten Patientenkomfort und Sicherheit bei gleichzeitiger schneller Rehabilitation und schnelleren Genesung des Patienten. (www.asklepios.com/nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.