Schlafphasen unter die Lupe genommen

REM-Schlaf „räumt das Gehirn auf“? – Das passiert, wenn der Körper ruht

Die Schlafphasen, wie zum Beispiel die REM-Schlafphase sind am besten an der Hirnaktivität zu erkennen.
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Die Schlafphasen, wie zum Beispiel die REM-Schlafphase, sind am besten an der Hirnaktivität zu erkennen.

Die meisten Ihrer Träume finden während der sogenannten „REM-Schlafphase“ statt, die von raschen Augenbewegungen und erhöhter Hirnaktivität gekennzeichnet ist.

Vielleicht haben Sie auch schon von der sogenannten „REM-Schlafphase“ gehört und nur Bahnhof verstanden, deswegen eine kurze Erklärung vorab. „REM“ kommt von „rapid eye movement“ also übersetzt „schnelle Augenbewegungen“ und beschreibt damit auch schon die kennzeichnende Aktivität dieser Schlafphase. Denn tatsächlich bewegen sich Ihre Augen, unter geschlossenen Lidern, während der REM-Phase besonders oft und heftig. Die REM-Schlafphase wird in der Regel während jeder Nachtruhe mindestens einmal durchlaufen.

Eine eindeutige Funktion des REM-Schlafs ist jedoch noch unklar. Experten vermuten aber, dass während dieser Phase am Tag erlebte Situationen verarbeitet und bereits aufgenommene Informationen teils im Langzeitgedächtnis* abgespeichert werden. Was man aber sicher über diese Ruhephase weiß, ist, dass wir in dieser Zeit, die rund 25 Prozent der Nachtruhe Erwachsener ausmacht, vermehrt träumen. Zwar sind Träume auch in anderen Schlafphasen erdenklich, jedoch fallen die meisten und besonders intensive Träume in die REM-Schlafphase. Während sich in den anderen Phasen kurze, mehr rationale und den Gedanken ähnliche Vorgänge erkennbar machen, finden komplexe und lebendige Träume dann vermehrt in der REM-Schlafphase statt.

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In welcher Beziehung stehen Körper und Psyche zum REM-Schlaf?

Die REM-Schlafphase darf nicht mit der Tiefschlafphase verwechselt werden, in welcher Ihre körperlichen Funktionen reduziert werden, sodass Sie im Großen und Ganzen völlig still liegen. Während der REM-Schlafphase kommt es in Ihrem Körper zu einer Lähmung, um Sie von einer tatsächlichen Ausführung der geträumten Bewegungen abzuhalten. Anders als in der Tiefschlafphase, macht sich der Körper allerdings durch einen erhöhten Puls und Blutdruck sowie durch rasche Augenbewegungen und zunehmende Hirnaktivität bemerkbar. 

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REM-Schlaf-Verhaltensstörung – Was ist das?

Bei der sogenannten „REM-Schlaf-Verhaltensstörung“ setzt besagte, sonst für diese Schlafphase typische Muskellähmung nicht ein, wodurch der Schlafende Bewegungen und Reaktionen aus Träumen tatsächlich ausführt. Das bedeutet nicht nur alles andere als eine erholsame Nachtruhe, sondern macht den Schlafenden zudem auch noch zu einer Gefahr für sich und für andere. Dabei ist der Schlafende völlig von der Rolle und sein Verhalten weicht stark davon ab, wie man ihn tagsüber erlebt. In den häufig mit der REM-Schlaf-Verhaltensstörung einhergehenden Träumen muss der Schlafende kämpfen, angreifen und/oder sich verteidigen, was zu schlimmen Verletzungen führen kann.

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Optimierter REM-Schlaf – Was können Sie tun, um die Ruhephase zu verbessern?

Zwar lässt sich die Qualität des REM-Schlafs nicht als solche steigern, sie kann aber durch die Verbesserung der allgemeinen Schlafqualität mitbeeinflusst werden. 

  • Gewöhnen Sie Ihren Körper an konstante Schlaf- und Wachzeiten und versuchen Sie diese so regelmäßig wie möglich einzuhalten.
  • Vermeiden Sie hektische und/oder sportliche Aktivitäten kurz vor dem Schlafengehen und versuchen Sie sich lieber an Entspannungsübungen, Meditation oder Yoga.
  • Umgehen Sie das Konsumieren von Alkohol und schwer verdaulichen Mahlzeiten am Abend.

(Clara Kistner) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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