FAQ Prostatahyperplasie

Prof. Rolf-Hermann Ringert, Direktor der Klinik für Urologie der Universitätsmedizin Göttingen, beantwortete Leserfragen zu den Themen Prostatahyperplasie und Laser in der Urologie. Eine Zusammenfassung.

Prof. Rolf-Hermann Ringert

1. Wie läuft die konservative, also medikamentöse Behandlung der Symptome der benigen Prostatahyperplasie ab? 
Hierzu gibt es zwei Medikamentengruppen, die man einsetzen kann. Sie werden neben den bekannten pflanzlichen Präparaten verwendet, die man nur bei Beginn der Symptome beziehungsweise bei ganz leichten Symptomen verwenden sollte.

2. Wie sind die Unterschiede zwischen der Laserbehandlung mit Rotlicht- und Grünlichtlaser und welche Vorteile hat dies bei Männern, die wegen Herz-Gefäßkrankheiten blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen?
Zum Unterschied Rotlicht-/versus Greenlight-Laser sagt der  Artikel "Rotlichtlaser in der Urologie" schon etwas aus. Mit Rotlichtlasern kann man Gewebe entfernen, das dann auch pathohistologisch untersucht werden kann. Dies geht bei Grünlichtlasern nicht. Beide Laser sind aber geeignet zur Behandlung der Obstruktion durch die vergrößerte Prostata. Beide Laser haben den Vorteil, dass man sie anwenden kann, ohne gewisse blutverdünnende Medikament absetzen zu müssen. Dies trifft aber nicht unbedingt für die Blutverdünnung mit Marcumar zu.

3. Was sagt die Erhöhung des PSA-Wertes aus und wie ist ihre Beziehung zur gutartigen Prostatavergrößerung?
Die Erhöhung des PSA wird als ein Warnzeichen für das Vorhandensein eines Prostatakrebsherdes in der Prostata gesehen. Auch die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse kann eine leichte Erhöhung des PSA machen, insbesondere akute Entzündungen der Vorsteherdrüse bewirken eine deutliche Erhöhung des PSA. Die Indikation zur Probebiopsieentnahme muss in diesen Fällen persönlich besprochen werden.

zum Artikel Rotlichtlaser in der Urologie

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